NPG streicht 75 Stellen bis 2028 – Automatisierung ersetzt Redaktion und Produktion

Ditmar Weller
Ditmar Weller
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Eine alte Zeitung mit einem zentralen Bild einer Maschine, umgeben von Text.Ditmar Weller

NPG streicht 75 Stellen bis 2028 – Automatisierung ersetzt Redaktion und Produktion

Die Neue Pressegesellschaft (NPG), eine der großen deutschen Mediengruppen, hat Pläne bekannt gegeben, bis Ende 2028 rund 75 Stellen in den Bereichen Redaktion, Gestaltung und Produktion abzubauen. Der Schritt folgt der Einführung eines neuen automatisierten Systems für die Druckproduktion in der gesamten Konzernsparte. Aktuellen Nachrichten zufolge sollen keine bestimmten Standorte besonders stark betroffen sein; die Kürzungen werden gleichmäßig über die verschiedenen Unternehmensbereiche verteilt.

Die NPG, zu deren Titeln unter anderem die Südwest Presse, die Lausitzer Rundschau und die Märkische Oderzeitung gehören, treibt die Automatisierung voran, um Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Interne Schätzungen zufolge sind derzeit etwa 150 Mitarbeiter in den betroffenen Bereichen beschäftigt – fast die Hälfte von ihnen könnte somit von Entlassungen betroffen sein. Das Unternehmen gab bekannt, dass es vorrangig auf freiwillige Aufhebungsverträge und natürliche Fluktuation, etwa durch Renteneintritte, setzen werde, um die Personalreduzierung umzusetzen.

Die Ankündigung erfolgt ein Jahr nach der Übernahme der Medienholding Süd durch die NPG, durch die die Stuttgarter Zeitung und die StuttgarterNachrichten aktuell* in das Portfolio des Konzerns aufgenommen wurden. Zwar waren bereits bis Ende 2027 45 Stellenstreichungen in Stuttgart geplant, doch bleibt unklar, ob sich diese mit den aktuellen Kürzungen überschneiden werden. Keine Redaktion wurde als besonders betroffen herausgestellt, da die Veränderungen unternehmensweit greifen.

Der Umstieg auf Automatisierung stellt für die NPG eine tiefgreifende Umstrukturierung dar. Bisher hat das Unternehmen nicht konkretisiert, wie sich die verbleibenden Mitarbeiter an das neue System anpassen sollen. Weitere Anpassungen im Zuge des Übergangs schließt die NPG nicht aus.

Bis 2028 plant das Unternehmen, den Personalbestand in Redaktion, Gestaltung und Produktion durch Automatisierung und freiwillige Abgänge zu halbieren. Die Veränderungen werden die Arbeitsabläufe in den Zeitungen und Medienmarken des Konzerns grundlegend verändern. Mitarbeiter und Branchenbeobachter werden die Umsetzung des neuen Systems in den kommenden Jahren genau verfolgen.

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