Baden-Württemberg kämpft gegen strenge Pestizid-Zertifizierung für Landwirte
Baden-Württemberg kämpft gegen strenge Pestizid-Zertifizierung für Landwirte
Baden-Württemberg setzt sich für Änderungen der neuen Regeln zur Zertifizierung von Pestiziden ein, die Mitte 2027 in Kraft treten sollen. Agrarminister Peter Hauk argumentiert, dass Landwirte und Lebensmittelproduzenten mit bestehenden Qualifikationen keine zusätzlichen Prüfungen ablegen müssten. Der Blick des Landes: Die aktuelle Ausbildung decke bereits den sicheren Umgang, die Lagerung und Entsorgung gefährlicher Stoffe ab.
Streitpunkt sind vor allem Antikoagulanzien der zweiten Generation zur Nagetierbekämpfung, die in der Landwirtschaft weit verbreitet sind. Diese Chemikalien schützen zwar Lagerstätten und Ernteanlagen, unterliegen aber künftig einer Pflichtzertifizierung nach den aktualisierten Vorschriften.
Die überarbeitete Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) wird ab dem 28. Juli 2027 für den Umgang mit Rodentiziden ein Zertifikat vorschreiben. Zwar zielt die Maßnahme auf mehr Sicherheit ab, doch gibt es aus der Landwirtschaft scharfe Kritik. Minister Hauk betont, dass anerkannte agrarische Abschlüsse bereits den korrekten Einsatz von Schutzkleidung und den sicheren Umgang mit Chemikalien gewährleisten.
Ende 2025 hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) Gespräche mit Bauernverbänden und Pestizidbehörden aufgenommen. Im Januar 2026 bildete sich eine Arbeitsgruppe, die die neuen Regeln bewerten und bis Mitte des Jahres Anpassungsvorschläge erarbeiten sollte. Bisher gab es jedoch keine offiziellen Änderungen.
Hauk fordert das Bundesumweltministerium auf, mit anderen Ressorts nach einer praxistauglichen Lösung zu suchen. Er warnt, dass die Missachtung vorhandener Fachkenntnisse die Unzufriedenheit unter Landwirten weiter schüren könnte. Ein pauschaler Ansatz, so der Minister, werde den bereits vorhandenen Fähigkeiten von Agrarfachleuten nicht gerecht.
Eine wirksame Nagetierbekämpfung bleibt entscheidend für die Lebensmittelsicherheit und Lagerhygiene. Ohne sie drohen Ernte- und Vorratsschutzanlagen höhere Risiken durch Verunreinigung und Schäden. Antikoagulanzien der zweiten Generation sind seit Langem ein verlässliches Mittel zur Eindämmung dieser Bedrohungen.
Die Zertifizierungspflicht besteht vorerst weiter – eine offizielle Aussetzung oder Überarbeitung steht aus. Baden-Württemberg pocht weiterhin auf Ausnahmen für bereits qualifizierte Landwirte und Lebensmittelproduzenten. Sollten keine Anpassungen erfolgen, müssen sich Betroffene bis Mitte 2027 an die neuen Vorgaben halten.
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