Wie KI die industrielle Arbeit in Stuttgart revolutioniert – ein Blick ins Future Work Lab
Piotr DietzWie KI die industrielle Arbeit in Stuttgart revolutioniert – ein Blick ins Future Work Lab
Ein neues Forschungszentrum in Stuttgart zeigt, wie künstliche Intelligenz die industrielle Arbeit revolutionieren kann. Im Future Work Lab werden über 50 interaktive Exponate präsentiert, die sich mit Digitalisierung, Automatisierung und KI in der Produktion befassen. Experten sind überzeugt: Diese Technologien helfen Beschäftigten, sich schneller anzupassen, Fehler zu reduzieren und komplexe Abläufe effizienter zu gestalten.
Entwickelt wurde das Labor vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) sowie vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO). Herzstück sind vier KI-Demonstratoren, die Besucher schrittweise durch die Erstellung einer KI-Anwendung für die Qualitätssicherung führen. Ein zentrales System ist Lean Data Acquisition (LeanDA), das mit Sensoren Daten aus manuellen Montagelinien erfasst und auswertet.
Ebenfalls im Fokus steht ThirdAI – ein künstliches neuronales Netz, das bei Sichtprüfungen automatisch Mängel in Bauteilen erkennt. Eine weitere Anwendung klassifiziert Fehler in Stahlplatten und steigert so die Produktionseffizienz. Doch KI wird nicht nur zur Fehlersuche eingesetzt: Getestet werden auch Tools, die Montagearbeiten vereinfachen und Optimierungspotenziale aufdecken.
Unternehmen können ihre eigenen Prozesse im Future Work Lab mit dem "Future Work Check" analysieren lassen. Dieser Service unterstützt Betriebe dabei, KI-Erkenntnisse direkt an ihren Arbeitsplätzen umzusetzen. Ziel ist es, Fabriken auf eine Zukunft vorzubereiten, in der autonome Systeme Mitarbeiter durch datenbasierte Entscheidungen entlasten.
Das Future Work Lab macht deutlich: KI kann Präzision, Geschwindigkeit und Entscheidungsfindung in der Produktion entscheidend verbessern. Durch intelligente Lösungen könnten Fabriken bald auf autonome Unterstützung bei der Qualitätssicherung und Prozessoptimierung setzen. Die Technologien werden bereits in realen Industrieumgebungen erprobt.






