30 April 2026, 14:35

Warum sie den Hamburger Dom nur vom Balkon aus genießt

Eine Achterbahn auf dem Gipfel eines Hügels mit einem bewölkten Himmel, umgeben von Stützpfählen und -strukturen.

Warum sie den Hamburger Dom nur vom Balkon aus genießt

26 Jahre lang lebte die Autorin in der Nähe des Heiligengeistfelds, wo dreimal im Jahr der Hamburger Dom mit seinen riesigen Fahrgeschäften und blinkenden Lichtern seine Pforten öffnet. Doch trotz des Trubels betrachtete sie die atemberaubenden Attraktionen stets mit Skepsis – ja sogar mit Angst.

Freunde überredeten sie einst, die "Aussichtsgondel" auszuprobieren, ein Fahrgeschäft, das die Fahrgäste 70 Meter in die Höhe befördert. Die Fahrt selbst entpuppte sich als weniger dramatisch als befürchtet: Es gab kaum Drehungen, und stabile Haltegriffe boten Sicherheit. Dennoch hat die Autorin keine Lust, das Experiment zu wiederholen.

Die extremeren Attraktionen des Volksfests bleiben für sie jedoch eine Quelle der Unruhe. Von ihrem Balkon aus beobachtet sie die Mutigen, die sich auf die waghalsigen Fahrten einlassen, und widersteht dem Drang, ihnen Warnrufe zur Vorsicht hinterherzurufen. Selbst kleine Risiken, wie das Loskaufen an den Buden, meidet sie – aus Angst, einen übergroßen Plüschtiergewinn einheimsen zu müssen.

Irgendwann setzte sie eine klare Regel durch: "Wer mit mir im Aufzug nach oben fährt, muss auch mit mir wieder nach unten fahren." Eine Vorsichtsmaßnahme, um sicherzustellen, dass niemand auf einer Attraktion zurückblieb, die sie oder er eigentlich nie hatte ausprobieren wollen.

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Der Hamburger Dom zieht nach wie vor mit seinen rasanten und spektakulären Fahrgeschäften die Massen an. Doch für die Autorin bestätigt die wachsende Intensität des Rummels nur ihre Entscheidung, fest auf dem Boden zu bleiben. Die Aussicht vom Balkon bleibt die sicherste – und bequemste – Art, das Treiben zu genießen.

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