19 March 2026, 20:23

Sportministerkonferenz diskutiert Zukunft der Nordischen Kombination und Bewegungsförderung für Kinder

Ein Buchumschlag mit der Aufschrift "Sport in Europa" mit leuchtenden Bildern und Texten im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Europa, mit fetter weißer Schrift auf einem farbenfrohen, detaillierten Design.

Sportministerkonferenz diskutiert Zukunft der Nordischen Kombination und Bewegungsförderung für Kinder

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf der Insel Norderney statt und wurde von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs, geleitet. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen, die Förderung des Spitzensports sowie Maßnahmen, um Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren.

An der Konferenz nahmen Vertreter aus Bund und Ländern teil, um aktuelle Herausforderungen der deutschen Sportpolitik zu diskutieren – von der Basisarbeit bis zum Leistungssport.

Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit einem Appell für einen kulturellen Wandel, um die körperliche Aktivität von Kindern zu fördern. Sie unterstützte den Vorstoß von Andy Grote für einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport, der Bildschirmzeiten reduzieren und Bewegung stärken soll. Zudem versprach sie, sich für den Erhalt der Nordischen Kombination im olympischen Programm einzusetzen und die Chancengleichheit für Frauen in dieser Disziplin voranzutreiben.

Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, forderte die Aufnahme von Frauenwettbewerben in der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen 2026. Er betonte die Erfolge der Initiative "Jugend trainiert", die den Schulsport fördert, und rief zu einer zügigen Umsetzung des Sportfördergesetzes sowie zur Schaffung einer unabhängigen Spitzensportagentur in Sachsen auf.

Ein weiteres zentrales Thema war das geplante Zentrum für sicheren Sport, eine neue Einrichtung zum Schutz von Athletinnen und Athleten vor Missbrauch und Fehlverhalten. Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport im Bund, skizzierte Pläne zur Finalisierung der Reformen im Spitzensport und zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Zudem wurden steuerliche Fragen für Sportvereine und die Vorbereitung auf Großveranstaltungen erörtert.

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Trotz aller Bemühungen bleibt die olympische Zukunft der Nordischen Kombination ungewiss. Seit der Überprüfung durch das IOC im Jahr 2020 kämpft die Sportart mit begrenzter globaler Strahlkraft, geringem Zuschauerinteresse und einer Konzentration der Erfolge auf eine kleine Gruppe von Athletinnen und Athleten. Bisher haben sich weder Länder noch Verbände als starke Fürsprecher für die Ausweitung der Frauenwettbewerbe positioniert.

Daniela Behrens, Sportministerin Niedersachsens, schloss die Konferenz mit einem Dank an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie hob die Beschlüsse zur Einrichtung des Zentrums für sicheren Sport sowie zur Schaffung klarer finanzieller und rechtlicher Rahmenbedingungen für Sportvereine hervor. Die Ergebnisse werden nun von Bund und Ländern weiterverfolgt.

Die Konferenz setzte klare Schwerpunkte für die deutsche Sportpolitik: Ein Nationaler Aktionsplan für mehr Bewegung im Kindesalter sowie Reformen in der Spitzensportförderung sollen nun vorangetrieben werden. Gleichzeitig erfordern die Forderung nach Frauenwettbewerben in der Nordischen Kombination bei Olympia und die Gründung des Zentrums für sicheren Sport weitere Abstimmung zwischen Bund und Ländern. Die nächsten Schritte hängen von gesetzgeberischen Maßnahmen und dem anhaltenden Engagement der Sportfunktionäre ab.

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