Bechtle wächst 2025 nur zögerlich – Chipknappheit drückt die Gewinne
Nathalie BauerKnappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2025 nur zögerlich – Chipknappheit drückt die Gewinne
Bechtle verzeichnet 2025 bescheidenes Wachstum – Gewinne sinken durch Chipknappheit
Der IT-Konzern Bechtle meldete für das Jahr 2025 ein moderates Wachstum: Der Umsatz stieg um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Allerdings ging der Gewinn vor Steuern um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurück. Für 2026 sieht sich das Unternehmen mit Unsicherheiten konfrontiert, da die anhaltenden Herausforderungen auf dem Speicherchip-Markt die Geschäfte belasten.
Das gesamte Geschäftsvolumen des IT-Dienstleisters, einschließlich des Softwareverkaufs zu Vollpreis, kletterte um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Dennoch schrumpften die Gewinnmargen, da Lieferkettenprobleme weiterhin bestanden. Die Knappheit bei Speicherchips – angetrieben durch die stark gestiegene Nachfrage aus KI-Rechenzentren und dem Ausbau der Infrastruktur – trieb die Preise in die Höhe.
Nach einem pandemiebedingten Nachfragerückgang bei PCs, Smartphones und Tablets im Jahr 2023 erlebte der Speicherchip-Markt 2024 und 2025 einen deutlichen Aufschwung. Treiber waren teure KI-Chips und Investitionen in Serverkapazitäten. Die Branche könnte bald eine Marktgröße von einer Billion US-Dollar erreichen, wobei KI-Server und Rechenzentren das Wachstum anführen. Mehrschichtige Leiterplatten (High-Layer-Multilayer-PCBs), die für diese Systeme unverzichtbar sind, sollen ihren Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 7,0 Milliarden US-Dollar bis 2030 verdoppeln.
Für die Zukunft bleibt Bechtle vorsichtig optimistisch. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum zwischen 0 und 5 Prozent. Die anhaltenden Engpässe bei Speicherchips belasten weiterhin die Rentabilität, was zu einer zurückhaltenden Einschätzung führt. Dennoch vertraut Bechtle auf seine starken Kundenbeziehungen und Marktposition, um künftige Chancen zu nutzen.
Bis 2030 strebt das Unternehmen ein Gesamtgeschäftsvolumen von mindestens 10 Milliarden Euro an – idealerweise sogar früher. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 4 Prozent.
Die Bilanz 2025 zeigt bei Bechtle ein stabiles Umsatzwachstum, aber rückläufige Gewinne aufgrund des Preisdrucks bei Chips. Die Prognose für 2026 fällt verhalten aus, mit einem erwarteten Wachstum in einem engen Korridor. Langfristig setzt der Konzern jedoch auf Expansion, getrieben von der wachsenden Nachfrage nach KI und Rechenzentrumslösungen, die den Markt grundlegend verändern.






