19 April 2026, 12:24

Autobranche diskutiert Nachhaltigkeitsvorgaben und Rohstoffrisiken auf Stuttgarter Fachkonferenz

Eine Balkendiagramm-Illustration der europäischen Kunststoffmärkte im Jahr 2017 mit begleitendem Text.

Autobranche diskutiert Nachhaltigkeitsvorgaben und Rohstoffrisiken auf Stuttgarter Fachkonferenz

15. Fachkonferenz zu Materialvorschriften und Nachhaltigkeit in Stuttgart beendet – Branche diskutiert regulatorische Herausforderungen

Kürzlich ging in Stuttgart die 15. Fachkonferenz zu Materialvorschriften und Nachhaltigkeit zu Ende, die über 200 Teilnehmer aus der Automobilbranche zusammenführte. Im Mittelpunkt standen die jüngsten regulatorischen und gesetzlichen Änderungen, die Zulieferer betreffen – insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit und Rohstoffherausforderungen.

Die Europäische Kommission gab während der Veranstaltung Einblick in aktuelle Schlüsselinitiativen. So ist eine Überarbeitung der Altauto-Richtlinie (ELV-Richtlinie) nun für Juni 2023 geplant. Zudem wiesen Vertreter auf den steigenden Lithiumbedarf in der EU-Batterieproduktion hin: Die Nachfrage werde bis 2030 und 2050 deutlich anziehen, so die Prognosen.

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Ein zentrales Thema war das Kritische-Rohstoffe-Gesetz (CRMA), das eine sichere Versorgung mit essenziellen Ressourcen gewährleisten soll. Gleichzeitig betonte die Branche die Dringlichkeit eines einheitlichen Ansatzes zur Berechnung des CO₂-Fußabdrucks von Fahrzeugen – getrieben durch den Umstieg auf Elektromobilität.

Ebenfalls intensiv diskutiert wurde die Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit (CSS), bei der die Kommission Kostentransparenz und planbare Regulierung als entscheidend hervorhob. Die Automobilindustrie forderte zudem vereinfachte Nachhaltigkeitsberichterstattung und Prüfverfahren, um die Compliance-Last zu verringern.

Führende Branchenvertreter unterstrichen die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit über Regionen und Lieferketten hinweg. Doch weiterhin sorgen Verzögerungen bei der Umsetzung und unklare Vorgaben für Planungsunsicherheit bei Unternehmen.

Die Konferenz endete mit einem Appell an mehr Kooperation zwischen allen Beteiligten. Die anstehenden regulatorischen Anpassungen – von der ELV-Reform bis zur Umsetzung des CRMA – werden die Zukunft des Sektors prägen. Die Branche steht nun vor der Aufgabe, sich an strengere Nachhaltigkeitsvorgaben anzupassen und gleichzeitig Lieferkettenrisiken zu managen.

Quelle