Wüst kämpft für einen schlankeren Staat – und mehr Vertrauen in die Politik
Nathalie BauerWüst kämpft für einen schlankeren Staat – und mehr Vertrauen in die Politik
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst setzt sich für einen schlankeren, effizienteren Staat ein. Sein Credo: Das Vertrauen in die Politik wächst, wenn diese zeigt, dass sie entschlossen handeln kann. Am Mittwoch wird er mit seinen Ministern an einer entscheidenden Kabinettssitzung in Berlin teilnehmen, um über diese Reformen zu beraten.
Schon lange argumentiert Wüst, dass Bürokratie abgebaut werden muss, damit das Vertrauen in den Staat steigt. Seine Position ist klar: „Die Menschen werden dem Staat wieder mehr vertrauen, wenn der Staat den Menschen wieder mehr vertraut.“ Seine Landesregierung hat maßgeblich die Modernisierungsagenda des Bundes mitgestaltet – ein Plan mit 200 Maßnahmen, um überflüssige Vorschriften zu streichen und Prozesse zu beschleunigen.
Im Fokus der Agenda stehen unnötige Meldepflichten und veraltete Regelungen. Gleichzeitig erhalten Kommunen mehr Spielraum für eigene Entscheidungen. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) wird an dem Berliner Treffen teilnehmen – ein Zeichen für die breite Unterstützung der Reformen.
Wüst will, dass Nordrhein-Westfalen mit gutem Beispiel vorangeht. Sein Ziel ist ein Staat, der „schneller und unkomplizierter“ funktioniert – einer, in dem Bürger und Unternehmen auf weniger Hürden stoßen. Beamte bezeichnen die Agenda als einen „echten Meilenstein“ bei der Modernisierung der Verwaltung.
Die Reformen sollen Bürokratie sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen abbauen. Gelingen sie, könnten sie die Art und Weise verändern, wie Menschen mit öffentlichen Dienstleistungen interagieren. Die Berliner Kabinettssitzung wird über die nächsten Schritte zur Umsetzung der Maßnahmen entscheiden.






