Wohnungsexperte Rock warnt vor dramatischen Folgen der Wohngeld-Kürzungen
Nathalie BauerWohnungsexperte Rock warnt vor dramatischen Folgen der Wohngeld-Kürzungen
Die Sparpläne der Bundesregierung stehen in scharfer Kritik – vor allem von Wohnungsexperte Rock. Er warnt, dass die geplanten Kürzungen beim Wohngeld einkommensschwache Haushalte hart treffen würden, während sie kaum etwas zur Haushaltskonsolidierung beiträgen. Über eine Million Familien sind auf diese Unterstützung angewiesen, viele geben bereits jetzt fast die Hälfte ihres Einkommens allein für Miete aus.
Rock geht scharf mit den Plänen der Regierung ins Gericht, eine Milliarde Euro aus dem Wohngeld zu streichen. Seiner Meinung nach würde dies noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen – und damit jede Einsparung wieder zunichtemachen. Die Kürzungen träfen vor allem Regionen, in denen die Armutsgefahr ohnehin schon hoch sei, so der Experte.
Die Begründung, steigende Wohngeldkosten erforderten nun Einschnitte, weist Rock entschieden zurück. Stattdessen macht er die gescheiterte Mietpreisbremse und explodierende Wohnkosten für die Krise verantwortlich. Er verweist darauf, dass große Wohnungsunternehmen bis zu 200 Euro pro Wohnung an Aktionäre ausschütten – Geld, das zum Teil von den Steuerzahlern mitfinanziert werde.
Anstatt die Leistungen zu kürzen, fordert Rock, die Politik müsse endlich die Mieten senken. Er wirft den Verantwortlichen vor, Mieter nicht ausreichend vor unbezahlbaren Wohnkosten zu schützen. Dadurch kämen immer mehr Geringverdiener und Rentner kaum noch über die Runden.
Die geplanten Kürzungen hätten zwar nur geringe Auswirkungen auf den Staatshaushalt, könnten für viele Haushalte aber existenzbedrohend sein. Rocks Warnungen unterstreichen den wachsenden Druck auf Mieter, für die das Wohngeld eine überlebenswichtige Stütze bleibt. Ohne wirksame Mietregulierung wird sich die finanzielle Not einkommensschwacher Familien weiter verschärfen.






