Wohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Baugenehmigungen in der Krise
Nathalie BauerWohnungsbau in Deutschland bleibt trotz Baugenehmigungen in der Krise
Deutschlands Wohnungsbau bleibt schwach – trotz leichter Besserung bei Baugenehmigungen
Ein Anstieg der Genehmigungen um zehn Prozent hat wenig dazu beigetragen, die angeschlagene Bauwirtschaft wiederzubeleben. Hohe Kosten und gestiegene Kreditzinsen bremsen die Branche weiterhin aus.
Besonders stark leidet der private Wohnungsbau unter den hohen Zinsen und steigenden Baukosten. Der Zementverbrauch ist im Vergleich zu 2020 um 30 Prozent eingebrochen und hat ein Niveau erreicht, wie es seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr verzeichnet wurde.
Auch öffentliche Infrastrukturprojekte stocken, obwohl staatliche Mittel bereitstehen. Investitionen in Gewerbe- und Büroimmobilien sind ebenfalls zurückgegangen. Kein Bereich bleibt von der Flaute verschont.
Branchenexperten erwarten jedoch eine Wende in der zweiten Jahreshälfte. Die erhoffte Belebung könnte der gebeutelten Baubranche etwas Entlastung verschaffen.
Der aktuelle Abschwung betrifft gleichermaßen Wohnungsbau, Infrastruktur und gewerbliche Projekte. Sowohl der Zementverbrauch als auch die Baugenehmigungen deuten auf einen weiterhin rückläufigen Sektor hin. Eine Erholung wird für das spätere Jahr 2024 erwartet – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen verbessern sich.
