Wartburgkreis übernimmt 2026 volle Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach
Piotr DietzWartburgkreis übernimmt 2026 volle Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus Eisenach
Der Kreistag des Wartburgkreises hat einstimmig einen neuen strategischen Plan für die regionalen Krankenhäuser verabschiedet. Ab dem 1. Juli 2026 übernimmt der Landkreis die volle Trägerschaft und Verantwortung für das St. Georg-Krankenhaus in Eisenach. Die Entscheidung markiert einen bedeutenden Schritt bei der Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung in der Region.
Am Dienstag unterstützte der Kreistag den „Strategischen Plan für die Krankenhäuser im Wartburgkreis“. Der Plan teilt das Kreisgebiet in eine nördliche und eine südliche medizinische Versorgungszone ein, wobei jeweils ein Schwerpunktkrankenhaus als zentraler Standort dient.
Sowohl das St. Georg-Krankenhaus Eisenach als auch das Krankenhaus Bad Salzungen bleiben erhalten. Beide Standorte behalten ihre Notaufnahmen und werden als erweiterte Notfallversorgungszentren betrieben. Der Landkreis wird beide Einrichtungen führen, was eine bessere Abstimmung ermöglicht.
Der Plan sieht zudem spezialisierte Leistungen für jedes Krankenhaus vor, darunter zertifizierte Zentren und medizinische Schwerpunkte. Darüber hinaus hat der Kreistag neue Mitglieder in die Aufsichtsräte der St. Georg-Krankenhaus Eisenach gGmbH und der GFG gewählt.
Aktuell laufen Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen, um die medizinische Versorgung im gesamten Raum besser aufeinander abzustimmen.
Das neue Konzept soll eine langfristige, zugängliche und nachhaltige Gesundheitsversorgung im Wartburgkreis sichern. Eine zentrale Herausforderung wird es sein, medizinisches Personal zu gewinnen und zu halten, um die ländliche Versorgung zu stärken. Der Landkreis beginnt nun mit der Umsetzung der Änderungen im Vorfeld des Übergangs 2026.
