Warnstreiks im Einzelhandel: Warum die Löhne jetzt zum Zündstoff werden
Piotr DietzWarnstreiks im Einzelhandel: Warum die Löhne jetzt zum Zündstoff werden
Warnstreiks in Einzelhandel und Großhandel nach gescheiterten Lohnverhandlungen
In mehreren Einzelhandels- und Großhandelsunternehmen ist ein Streik ausgerufen worden, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Betroffen sind Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, Penny, IKEA und H&M in Städten wie Frankfurt und Kassel. Die Arbeitgeber lehnen es trotz laufender Gespräche ab, ihr Angebot nachzubessern.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die gescheiterten Tarifverhandlungen. Der aktuelle Vorschlag sieht für Einzelhandelsbeschäftigte eine Lohnerhöhung von 2 Prozent nach sechs Monaten vor, während Großhandelsmitarbeiter 1,8 Prozent erhalten sollen – nach einer langen Phase stagnierender Löhne. Die Gewerkschaft fordert hingegen eine monatliche Erhöhung um 250 Euro für alle Beschäftigten, zusätzlich 150 Euro pro Ausbildungsjahr für Azubis sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten für jede neue Vereinbarung.
Von den Arbeitsniederlegungen betroffen sind Unternehmen wie Rewe, Penny, Kaufland, Hit, Douglas, IKEA, H&M, Zara, Primark, Metro und Rewe Logistics. Streiks finden unter anderem in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt statt. Gewerkschaftsvertreter kritisieren, dass die angebotenen Lohnerhöhungen die erwartete Inflationsrate nicht ausgleichen.
Die Arbeitgeberseite hält bisher an ihrem ursprünglichen Angebot fest. Ohne weitere Kompromisse wird der Streik andauern und den Betrieb in großen Handelsketten beeinträchtigen. Die Gewerkschaft bleibt bei ihrer Forderung nach höheren Löhnen und besserer Bezahlung für Auszubildende.
