10 June 2026, 04:22

Volkswagen-Chef Müller unter Verdacht der Marktmanipulation im Diesel-Skandal

VW CEO Müller bestreitet Vorwürfe der Marktmanipulation

Volkswagen-Chef Müller unter Verdacht der Marktmanipulation im Diesel-Skandal

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller steht unter Verdacht der Marktmanipulation

Gegen den Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen Group, Matthias Müller, wird wegen des Verdachts auf Kursmanipulation im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft, ob der kontrollierende Großaktionär Porsche SE Investoren zu spät über die Krise informiert hat. Müller bestreitet persönliches Fehlverhalten und betont, das Unternehmen habe alle Offenlegungspflichten erfüllt.

Im Fokus der Ermittlungen stehen Müller sowie zwei weitere Führungskräfte von Porsche SE. Die Behörden untersuchen, ob Aktionäre über die finanziellen Risiken des Abgasskandals im Unklaren gelassen wurden. Müller versichert, Volkswagen habe in der Kapitalmarktkommunikation korrekt gehandelt.

Müllers aktueller Vertrag läuft noch bis Mitte 2020, und es gibt vorerst keine Bestrebungen, ihn vorzeitig zu ersetzen. Dennoch bereitet sich der Konzern bereits auf seinen Abschied vor. Müller hat deutlich gemacht, dass er einen internen Kandidaten als Nachfolger bevorzugt – ein Zeichen für Stabilität im Unternehmen.

Mit dem Aufsichtsrat laufen Gespräche über mögliche Nachfolger. Müller hofft auf eine zügige Aufklärung des Falls, um die Unsicherheit im Unternehmen zu verringern. Seine Priorität liegt darin, einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wenn die Zeit gekommen ist.

Die Ermittlungen belasten die ohnehin schon schwierige Aufarbeitung des Diesel-Skandals bei Volkswagen. Müllers Position als Konzernchef ist zwar vorerst nicht gefährdet, doch das Unternehmen plant bereits die Zukunft. Eine Klärung des Falls könnte die Weichen für die nächste Führungsriege bei Volkswagen stellen.

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