Verkehrschaos in Stuttgart: Tausende feiern das Ende des Ramadan auf den Straßen
Piotr DietzVerkehrschaos in Stuttgart: Tausende feiern das Ende des Ramadan auf den Straßen
Verkehrschaos in Stuttgart: Tausende feiern das Ende des Ramadan
Am Freitagmorgen kam der Verkehr in Stuttgart zum Erliegen, als sich Tausende Muslime zu den Gebeten zum Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) versammelten. Rund 3.000 Gläubige nahmen an dem etwa einstündigen Gottesdienst teil. Der plötzliche Andrang der Besucher überforderte die Polizei, die mit der Kontrolle des entstehenden Chaos auf den umliegenden Straßen kämpfte.
Unterdessen erstrahlte in München das Alte Rathaus mit der Aufschrift "Frohes Fest" in 13 Sprachen. Die Lichtinstallation markierte das Ende des Ramadan und war Teil einer Initiative des Stadtrats aus dem Jahr 2024, die auf mehr Inklusion und die Bekämpfung von antimuslimischem Rassismus abzielt.
Der Gebetsgottesdienst in Stuttgart lockte große Menschenmengen an, wobei unklar blieb, ob die Veranstaltung offiziell angemeldet worden war. Als die Teilnehmer die Stelle verließen, blockierten sie mehrere Straßen und verursachten so Staus in Teilen der Stadt. Die Polizei, von der Größe der Versammlung überrascht, forderte Verstärkung an, um die Lage zu bewältigen.
München wählte einen anderen Ansatz für die Feierlichkeiten: Die Fassade des Alten Rathauses leuchtete mit mehrsprachigen Festtagsgrüßen – ein Zeichen der Wertschätzung für die muslimische Gemeinschaft. Die Aktion geht auf einen Beschluss aus dem Jahr 2024 mit dem Titel "Antimuslimischen Rassismus bekämpfen – Demokratie stärken" zurück, der den sozialen Zusammenhalt fördern soll.
Offizielle Zahlen zu den beteiligten Moscheen oder Gebetsstätten in Stuttgart lagen nicht vor. In Berichten wurden lediglich einzelne Orte wie das Islamische Zentrum der Albaner und der Zitouna Kulturverein erwähnt.
Die Feierlichkeiten in Stuttgart führten zu stundenlangen Verkehrsbehinderungen, während die Behörden mit den unvorhergesehenen Staus zu kämpfen hatten. Münchens symbolische Geste unterstrich hingegen das Engagement der Stadt, muslimische Traditionen anzuerkennen. Beide Ereignisse spiegeln die wachsende Präsenz des Eid-Festes im öffentlichen Leben Deutschlands wider.






