08 April 2026, 00:27

Ulrich Tilly – ein prägender Visionär der deutschen Gesundheitspolitik stirbt mit 67 Jahren

Gedenken in Berlin mit Blumen und Kerzen vor einer Wand.

Ulrich Tilly – ein prägender Visionär der deutschen Gesundheitspolitik stirbt mit 67 Jahren

Ulrich Tilly, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Gesundheitspolitik, ist im Alter von 67 Jahren verstorben. Seine Karriere umfasste mehrere Jahrzehnte, in denen er in führenden Regierungspositionen die Agrar- und Gesundheitspolitik maßgeblich mitgestaltete. Kollegen erinnern sich an ihn als eine der einflussreichsten Stimmen im Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

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Tillys beruflicher Werdegang begann in den 1980er-Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Agrarpolitik der Universität Bonn. 1987 wechselte er in die Politik und trat als Politikberater mit Schwerpunkt Landwirtschaft in den Bundestag ein.

2002 ging er zum BMG, wo er zunächst die Geschäftsführung leitete. Drei Jahre später übernahm er die Leitung der Abteilung für Grundsatzfragen und Politikplanung – ein Amt, das er bis 2010 innehatte. In dieser Zeit fungierte er zudem als Büroleiter der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Gemeinsam mit Klaus Vater und Franz Knieps galt er als treibende Kraft hinter zentralen gesundheitspolitischen Weichenstellungen.

Sein Tod folgte einer kurzen, aber schweren Krankheit und setzt einem Wirken ein Ende, das von tiefem institutionellem Wissen und strategischem Einfluss geprägt war.

Tillys Ableben hinterlässt eine Lücke in der deutschen Gesundheitspolitik. Fast drei Jahrzehnte lang spielte er eine zentrale Rolle bei der Beratung von Ministern, der Ausarbeitung von Gesetzen und der Steuerung des BMG durch entscheidende Reformen. Seine Arbeit wird noch lange Teil des gesundheitspolitischen Rahmens Deutschlands bleiben.

Quelle