21 March 2026, 20:21

Ulm kämpft trotz 25 Millionen Steuerplus mit leeren Kassen und wachsenden Schulden

Eine Liniengrafik, die die Verschuldung in den Vereinigten Staaten zeigt, mit verschiedenen Farben für unterschiedliche Verschuldungsbeträge und begleitendem Text.

Ulm kämpft trotz 25 Millionen Steuerplus mit leeren Kassen und wachsenden Schulden

Ulm bleibt trotz Steuermehreinnahmen von 25 Millionen Euro unter Haushaltsdruck

Trotz eines Anstiegs der Steuereinnahmen um 25 Millionen Euro für das Jahr 2025 bleibt die finanzielle Lage Ulms angespannt. Der städtische Haushalt wird durch stark gestiegene Kosten und unerwartete Ausgaben belastet. Wie die Verantwortlichen bestätigen, werden auch in diesem Jahr erneut keine Mittel für die Rücklage zur Sanierung und Modernisierung bereitgestellt.

Der Großteil der zusätzlichen Einnahmen – rund 192 Millionen Euro – stammt aus höheren Gewerbesteuereinnahmen. Doch dieser Zuwachs wurde fast vollständig durch unvorhergesehene Ausgaben und steigende Bedarfe in zentralen Bereichen aufgezehrt. Besonders die Ausgaben für Sozialleistungen, Integrationsmaßnahmen, Jugendhilfe und Abschreibungen sind deutlich gestiegen und belasten den Haushalt zusätzlich.

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Gleichzeitig sank die Liquidität weiter, während die Schulden 2025 um etwa 31 Millionen Euro auf insgesamt 129 Millionen Euro stiegen. Ein großer Teil der Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer wird zudem in den kommenden Jahren über den kommunalen Finanzausgleich wieder abgeführt. Allein die Notfallausgaben beliefen sich auf rund 12,6 Millionen Euro und zehrten die zusätzlichen Mittel auf.

Zwischen 2021 und 2025 konnte Ulm seine Schuldenquote im Verhältnis zu den Einnahmen immerhin von 152 auf 128 Prozent senken – ein stärkerer Rückgang als in anderen Großstädten Baden-Württembergs, wo der Durchschnitt nur von 145 auf 138 Prozent sank. Möglich wurde dies durch kräftiges Einnahmenwachstum dank wirtschaftlicher Aktivität und eine disziplinierte Schuldenpolitik.

Dennoch hängt die finanzielle Stabilität der Stadt weiterhin von strenger Haushaltsdisziplin ab. Mit kaum Spielraum für neue Investitionen muss Ulm weiterhin steigende Kosten und begrenzte Mittel gegeneinander abwägen. Die Verantwortlichen betonen, dass der Erhalt der langfristigen Finanzgesundheit nur durch anhaltende Zurückhaltung und sorgfältige Planung gelingen kann.

Quelle