Trigema-Chefin Grupp kritisiert steuerfreien Bonus als unrealistisch und belastend
Nathalie BauerTrigema-Chefin Grupp kritisiert steuerfreien Bonus als unrealistisch und belastend
Bonita Grupp, Mitgeschäftsführerin des schwäbischen Textilunternehmens Trigema, hat sich zu den jüngsten Steuerreformen geäußert. Zwar akzeptiert sie eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes, doch übt sie scharfe Kritik an dem neuen steuerfreien Bonus von 1.000 Euro für Arbeitnehmer. Ihre Aussagen spiegeln die wachsenden Sorgen über die zunehmende finanzielle Belastung von Unternehmen wider.
Grupp, die Trigema gemeinsam mit ihrem Bruder in Burladingen führt, bezeichnete den steuerfreien Bonus als problematisch. Er wecke ihrer Meinung nach unrealistische Erwartungen, da er mit öffentlichen Geldern finanziert werde. Die Unternehmerin warnte zudem, dass die Lohnnebenkosten gefährlich stiegen und für Arbeitgeber langfristig eine erhebliche Belastung darstellen könnten, sollte sich dieser Trend fortsetzen.
Zur geplanten Anhebung des Spitzensteuersatzes zeigte sich Grupp grundsätzlich offen – allerdings nur unter der Bedingung, dass an anderer Stelle Steuersenkungen erfolgen. Sie betonte, dass mögliche Änderungen die finanzielle Situation der Unternehmen nicht zusätzlich verschärfen dürften. Auf die Frage, ob Trigema den Bonus an die eigenen Mitarbeiter auszahlen werde, antwortete sie, man prüfe die Entscheidung noch.
Grupps Haltung unterstreicht die Spannung zwischen staatlichen Anreizen und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit von Unternehmen. Während der steuerfreie Bonus weiterhin umstritten bleibt, knüpft sie ihre bedingte Unterstützung für höhere Steuern an eine breitere Entlastung der Wirtschaft. Die endgültige Entscheidung Trigemas über die Bonuszahlung wird erst nach sorgfältiger Abwägung der Folgen fallen.






