07 May 2026, 02:19

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Frist für Therapeuten auf Oktober 2027

Schwarze-weiße Architekturdarstellung des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit detailliertem Grundriss mit beschrifteten Räumen, Fluren und ausführlicher Verdrahtung.

Telematikinfrastruktur: Deutschland verschiebt Frist für Therapeuten auf Oktober 2027

Deutschland hat die Frist für Therapeuten und Anbieter medizinischer Hilfsmittel zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) des Landes verschoben. Als neuer Stichtag gilt nun der 1. Oktober 2027 – damit erhalten rund 90.000 betroffene Unternehmen mehr Zeit für die Vorbereitung. Die Verlängerung folgt auf Rückschläge bei der Einführung elektronischer Rezepte für Therapie- und Heilmittel.

Ursprünglich war der Termin auf Anfang 2026 festgelegt worden. Doch anhaltende technische und logistische Herausforderungen bei der Umsetzung der E-Rezepte zwangen die Verantwortlichen zum Umdenken. Der Bundesverband selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) begrüßt die Fristverlängerung und argumentiert, sie ermögliche weitere Verbesserungen des Systems.

Trotz der Verschiebung wirbt das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ) dafür, dass sich Anbieter bereits freiwillig frühzeitig an die TI anschließen. Gleichzeitig steht der IT-Dienstleister Cherry durch die Verzögerung vor Millionenverlusten. Um die Folgen abzufedern, treibt das Unternehmen lukrative Ersatzprojekte voran und verstärkt das Marketing für seine Softwarelösungen.

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Die verlängerte Frist gibt den Anbietern fast zwei zusätzliche Jahre, um die TI-Anforderungen zu erfüllen. Für Unternehmen wie Cherry bedeutet die Verzögerung zwar entgangene Einnahmen, bietet aber auch Zeit, die Strategie anzupassen. Ziel der Maßnahme ist es, den Übergang zu reibungsloser zu gestalten, sobald die elektronischen Rezepte voll funktionsfähig sind.

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