17 June 2026, 16:22

SVIK: Milliarden liegen brach – warum Deutschlands Infrastrukturplan stockt

"Special Assets": Ein Abgrund zwischen Ambition und Realität

SVIK: Milliarden liegen brach – warum Deutschlands Infrastrukturplan stockt

Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK): Stockende Umsetzung trotz Milliardeninvestitionen

Das deutsche Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) kommt seit seinem Start nur langsam voran. Bis Ende 2025 befanden sich die meisten Vorhaben noch in der Planungsphase – nur ein Bruchteil war tatsächlich in der Umsetzung. Das mit 500 Milliarden Euro über zwölf Jahre finanzierte Programm soll die Modernisierung der Infrastruktur vorantreiben und die Klimaziele des Landes unterstützen.

Von den 300 Milliarden Euro, die für Bundesprojekte in Straßen, Schienen, Energienetzen und Digitalisierung vorgesehen sind, wurden bis Ende 2025 lediglich 24 Milliarden Euro der für das Jahr veranschlagten 37,2 Milliarden ausgegeben. Damit blieben über 13 Milliarden Euro ungenutzt. Weitere 100 Milliarden Euro fließen in den Klimaschutz- und Transformationsfonds.

Zwei Drittel der SVIK-geförderten Projekte steckten Ende 2025 noch in der Planung, nur ein Drittel war in der Umsetzung. Der durchschnittliche Fortschritts- und Wirkungsgrad der Initiativen lag bei 54 Prozent. Trotz der Verzögerungen sicherte die Bundesregierung jedoch 87,6 Milliarden Euro an verbindlichen Zusagen für künftige Vorhaben.

Möglich wurde das SVIK, nachdem die Regierungskoalition im März 2025 die Schuldenbremse im Grundgesetz lockerte. Dadurch konnten bestimmte Ausgaben die Kreditobergrenzen umgehen. Seither ist die Staatsverschuldung Deutschlands stark angestiegen – von 1,9 Billionen Euro auf über 2,5 Billionen Euro in nur fünf Jahren. Das entspricht mittlerweile fast 30.000 Euro pro Kopf.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch die Militärausgaben sollen im Rahmen des Programms deutlich steigen: Die Beschaffungsbudgets erhöhen sich von 21,7 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 103,5 Milliarden Euro bis 2029.

Die Regierung erwartet, dass die zusätzlichen Investitionen die Wirtschaftsleistung Deutschlands kurzfristig um etwa ein halbes Prozentpunkt steigern werden. Aufgrund der zögerlichen Umsetzung sind die wirtschaftlichen und infrastrukturellen Effekte des SVIK jedoch noch kaum spürbar. Die langfristige Wirkung des Programms hängt maßgeblich vom Tempo der künftigen Umsetzung ab.

Quelle