22 March 2026, 22:23

Stuttgart diskutiert die Zukunft der Innenstädte beim ersten Fachkongress 2025

Ein belebter Stadt-Einkaufszentrum mit einem "City Mall Now Open"-Schild, umgeben von Gebäuden, Namensschildern, Geländern, Pflanzen, Bäumen, Strommasten mit Drähten und einem bewölkten Himmel.

Stuttgart diskutiert die Zukunft der Innenstädte beim ersten Fachkongress 2025

Stuttgart gastiert ersten Fachkongress zur Neuerfindung von Stadt- und Ortskernen

Am 23. Juni 2025 fand in Stuttgart der erste Fachkongress zur Neuausrichtung von Stadt- und Ortszentren statt. Veranstaltet vom Wirtschaftsministerium und dem Ministerium für Landesentwicklung, kamen rund 200 Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammen. Im Mittelpunkt standen Strategien zur Belebung urbaner Zentren angesichts veränderter Einzelhandelsstrukturen und fortschreitender Digitalisierung.

Der Kongress wurde im Haus der Wirtschaft in Stuttgart abgehalten. Zu den Rednern zählte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Wirtschaftsministerin, die zu innovativen Ideen und gemeinsamer Zusammenarbeit aufrief, um die Innenstädte zu stärken. Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, betonte die Bedeutung dieser Räume als Lebens-, Arbeits- und Einkaufsorte.

In einer Podiumsdiskussion wurden Wege erörtert, wie Stadtzentren multifunktionaler gestaltet werden können. Themen waren unter anderem Immobilienmanagement, Gründe für den Besuch von Innenstädten sowie eine Studie zu Hindernissen bei der multifunktionalen Entwicklung. Vorgestellt wurden zudem die baden-württembergische Strategie Quartier 2030 und das Projekt The Städt, die mit Prozessbegleitung und Fördermitteln Kommunen bei der Umgestaltung ihrer Zentren unterstützen.

Als Beispiel wurde Öhringen genannt, das derzeit an einem Prozesscoaching teilnimmt. Die Stadt testet verkehrsberuhigende Maßnahmen, erweitert Sitzgelegenheiten, schafft sichere Rad- und Fußwege und prüft eine mögliche Fußgängerzone in der Nähe des Marktplatzes. Geplant sind außerdem geänderte Verkehrsführungen, Außen gastronomische Bereiche, temporäre Grünflächen und flexible Parkkonzepte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umnutzung leerstehender Gewerbeimmobilien in Wohnraum oder Gemeinschaftsflächen.

Die Teilnehmer diskutierten über Förderprogramme für die Stadtentwicklung und die Rolle regionaler Innenstadtberater. Diese Initiativen bieten Kommunen finanzielle und fachliche Unterstützung, um sich an veränderte Anforderungen anzupassen.

Der Kongress endete mit dem gemeinsamen Appell, praktische Lösungen für die Stadtbelebung umzusetzen. Städte wie Öhringen setzen bereits erste Maßnahmen im Rahmen landesgeförderter Projekte um. Weitere Schritte hängen von der fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Wirtschaft und Politik ab.

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