23 March 2026, 02:22

Stuttgart 21 startet erst 2026 – doch die Probleme bleiben

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenständen auf der linken Seite des Bahnsteigs.

Stuttgart 21 startet erst 2026 – doch die Probleme bleiben

Stuttgart 21: Bahnprojekt verzögert sich erneut – Inbetriebnahme erst ab Dezember 2026

Das lang ersehnte Bahnprojekt Stuttgart 21 muss erneut verschoben werden: Die ersten Züge sollen nun erst ab Dezember 2026 im neuen unterirdischen Hauptbahnhof verkehren. Die schrittweise Inbetriebnahme soll die Beeinträchtigungen für Fahrgäste verringern – eine von einer Taskforce empfohlene Lösung, um während der Inbetriebsetzungsphase größere Einschränkungen zu vermeiden.

Das Vorhaben, das nicht nur einen neuen Hauptbahnhof, sondern eine komplette Neugestaltung des Stuttgarter Eisenbahnknotens umfasst, leidet seit Jahren unter Rückschlägen. Klagen, sich ändernde Anforderungen, geologische Herausforderungen und komplexe Genehmigungsverfahren haben immer wieder zu Verzögerungen geführt. Ursprünglich mit 4,5 Milliarden Euro veranschlagt, sind die Kosten mittlerweile auf rund 11,3 Milliarden Euro explodiert – was zu Streitigkeiten unter den Projektpartnern über die Übernahme der Mehrkosten führt.

Der neue Tiefbahnhof wird wie geplant 2026 mit allen acht Gleisen eröffnet. Allerdings wird nicht der gesamte Verkehr sofort umziehen: Einige Regionalzüge nutzen bis Juli 2027 weiterhin den alten oberirdischen Kopfbahnhof. Die Gäubahn etwa wird vorerst nur bis Stuttgart-Vaihingen fahren; eine direkte Anbindung an den neuen Hauptbahnhof ist frühestens ab 2028 vorgesehen.

Die Deutsche Bahn begründet die stufenweise Einführung damit, dass die neue Station schrittweise in das bestehende Streckennetz integriert werden müsse. Ein zentrales Element des Projekts ist die Digitalisierung: Die Züge werden mit dem modernen ETCS-Digitalen Zugsicherungssystem (European Train Control System) fahren – ein Novum für das Stuttgarter Schienennetz.

Durch die schrittweise Inbetriebnahme sollen Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden, während die neue Infrastruktur hochgefahren wird. Trotz aller Verzögerungen wird Stuttgart 21 langfristig das Eisenbahnnetz der Region modernisieren: mit neuen Bahnhöfen, erweiterten Gleisanlagen und digitaler Spitzen-Technologie. Bis die Umstellung jedoch vollständig abgeschlossen ist, werden noch mehrere Jahre vergehen.

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