Starker US-Arbeitsmarkt bremst Hoffnungen auf Zinssenkungen und drückt Märkte
Ditmar WellerStarker US-Arbeitsmarkt bremst Hoffnungen auf Zinssenkungen und drückt Märkte
Die Finanzmärkte reagierten am Freitag deutlich auf einen stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht. Die Daten dämpften die Hoffnungen auf frühzeitige Zinssenkungen und drückten die Preise für Gold und Öl nach unten. Auch Aktien gaben nach, während der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verlor.
Laut dem Bericht schufen US-Arbeitgeber 172.000 neue Stellen – fast doppelt so viele wie die prognostizierten 85.000. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,3 Prozent. Diese unerwartete Stärke des Arbeitsmarktes verringerte die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) in naher Zukunft die Zinsen senken wird.
Die Nachricht löste einen Verkaufsdruck bei Rohstoffen aus. Gold verlor 3,1 Prozent und notierte bei 4.341 Dollar pro Unze. Öl folgte mit einem Rückgang von 1,3 Prozent auf 93,80 Dollar pro Barrel für die Nordsee-Sorte Brent.
Auch die europäischen Märkte spürten die Auswirkungen. Der deutsche DAX schloss bei 24.759 Punkten und verlor damit 0,8 Prozent im Vergleich zur vorherigen Handelssitzung. Frühere Prognosen, wonach der Index die Marke von 25.000 Punkten erreichen könnte, verflüchtigten sich nach Veröffentlichung der US-Daten. Gleichzeitig schwächte sich der Euro ab und fiel auf 1,1536 Dollar.
Der US-Arbeitsmarktbericht hat die Markterwartungen verschoben und mögliche Zinssenkungen auf später verschoben. Anleger sehen sich nun einer vorsichtigeren Perspektive gegenüber, während Rohstoffe und Aktien auf die neuen wirtschaftlichen Signale reagieren. Der Rückgang des Euro und die Schwäche des DAX spiegeln die wachsende Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten wider.






