Spieler aus Deutschland und Curaçao beten gemeinsam nach dem Spiel auf dem Platz
Ditmar WellerSpieler aus Deutschland und Curaçao beten gemeinsam nach dem Spiel auf dem Platz
Spieler aus Deutschland und Curaçao versammelten sich kürzlich nach einem Spiel spontan auf dem Platz zu einem christlichen Gebet. Der Moment fiel durch seine Ungezwungenheit auf – ohne organisierte Kampagne oder Beteiligung einer Fußballbehörde. Felix Nmecha erklärte später, es sei ein Zeichen der Einheit und Dankbarkeit unter den Spielern gewesen, die denselben Glauben teilen.
Am Gebetskreis beteiligten sich die deutschen Nationalspieler Felix Nmecha und Jonathan Tah gemeinsam mit ihren Gegnern aus Curaçao. Nmecha betonte, die Spieler sähen im Fußball eine Möglichkeit, Jesus zu ehren – was zu diesem gemeinsamen Moment der Besinnung führte. Die Aktion war freiwillig und wurde weder von einem Verband, einer Dachorganisation noch aus PR-Gründen koordiniert.
In den vergangenen Jahren gab es im Fußball zahlreiche organisierte soziale und politische Initiativen, etwa das Knien gegen Rassismus. Während solche Aktionen oft von Verbänden, Vereinen oder Interessengruppen vorangetrieben werden, unterschied sich der Gebetskreis durch seinen persönlichen und unvorbereiteten Charakter. Unter den Fans bleibt umstritten, ob der Fußball als Plattform für solche Botschaften dienen sollte.
Das Gebet war ein seltenes Beispiel dafür, dass sich gegnerische Spieler im gemeinsamen Glauben vereinten. Es stand im Kontrast zu den strukturierten Maßnahmen für Vielfalt und Inklusion, die sonst im Sport zu beobachten sind. Der Moment spiegelte die persönlichen Überzeugungen der Akteure wider – nicht die offizielle Haltung von Fußballorganisationen.






