SPD-Spitzenkandidat Krach fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche ab 2030
Nathalie BauerSPD-Spitzenkandidat Krach fordert Solidaritätsabgabe für Superreiche ab 2030
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat eine neue Solidaritätsabgabe für Spitzenverdiener vorgeschlagen. Der Plan sieht eine Steuer von fünf Prozent auf Einkommen über 300.000 Euro für Einzelpersonen und über 500.000 Euro für verheiratete Paare vor. Krach präsentierte die Idee als Maßnahme gegen die wachsende Ungleichheit in Deutschland.
Er argumentierte, die Zahl der Superreichen im Land nehme zu – ein zentraler Grund für die Einführung der Abgabe, die bis 2030 gelten soll. Die Einnahmen daraus sollen direkt in Bildungsprogramme und die Unterstützung von Familien fließen.
Gleichzeitig kritisierte Krach geplante Sparmaßnahmen, die vor allem Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende hart treffen würden. Es sei die Verantwortung der SPD, diese Kürzungen zu verhindern, betonte er. Um Vertrauen zurückzugewinnen, solle die Steuer der erste Schritt in der Reformagenda der Partei sein.
Die vorgeschlagene Abgabe würde bis 2030 einen fünfprozentigen Aufschlag auf Spitzenverdiener erheben. Die Mittel sollen Bildung und Familien fördern und gleichzeitig schutzbedürftige Gruppen vor Ausgabenkürzungen bewahren. Krach besteht darauf, dass die Maßnahme notwendig sei, um die Ungleichheit zu verringern und das Vertrauen in die Partei wiederherzustellen.
