SPD erleidet historisches Debakel bei Landtagswahl in Baden-Württemberg
Murat Jähn5.5 Prozent: Das schlechteste Ergebnis aller Zeiten für die SPD - SPD erleidet historisches Debakel bei Landtagswahl in Baden-Württemberg
Die SPD hat bei einer Wahl in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands ihr schlechtestes Ergebnis aller Zeiten eingefahren. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg kam die Partei nur noch auf 5,5 Prozent der Stimmen – ein historischer Tiefstand. Damit setzt sich ein langjähriger Niedergang der Sozialdemokraten in der Region und bundesweit fort.
Der Absturz der SPD in Baden-Württemberg verlief steil und stetig. Noch vor zwei Jahrzehnten hatte die Partei bei der Wahl 2001 33,3 Prozent der Stimmen geholt. 2011 waren es nur noch 12,7 Prozent. Ihr bisheriges schlechtestes Ergebnis im Land datiert aus dem Jahr 2021 mit 11,0 Prozent – nun fast halbiert.
Die Landtagswahl am 8. März 2026 besiegelte den Kollaps. Die Grünen setzten sich knapp mit 30,2 Prozent durch, knapp vor der CDU mit 29,7 Prozent. Die SPD hingegen kam lediglich auf 5,5 Prozent, während die FDP mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte. Die AfD wurde mit 18,8 Prozent drittstärkste Kraft.
Dieses Ergebnis unterbietet sogar den bisherigen Negativrekord der SPD von 6,1 Prozent in Thüringen im September 2024. Einstellige Ergebnisse sind für die Partei mittlerweile in mehreren Bundesländern zur Regel geworden, darunter Sachsen, Bayern und Sachsen-Anhalt. Auf Bundesebene sank ihre Unterstützung von 25,71 Prozent im Jahr 2021 auf 16,4 Prozent bei der vorgezogenen Bundestagswahl im vergangenen Jahr.
Die 5,5 Prozent der SPD markieren die schwächste Leistung der Partei bei einer Landes- oder Bundestagswahl seit 1945. Der Niedergang in Baden-Württemberg spiegelt die bundesweiten Probleme wider. Nach Jahrzehnten des Stimmenverlusts steht die Zukunft der Sozialdemokraten in der Region nun ernsthaft infrage.