SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Nathalie BauerSPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Die SPD in Baden-Württemberg hat nach einer historischen Wahlniederlage eine neue Führungsspitze gewählt. Isabel Cadematori und Robin Mesarosch übernehmen nun gemeinsam den Parteivorsitz. Ihre Wahl fällt in eine Zeit, in der die SPD im Landtag auf den vierten Platz hinter die AfD abgerutscht ist.
Über die neue Doppelspitze entschied eine Mitgliederbefragung, an der sich 46,5 Prozent der rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land beteiligten. Cadematori und Mesarosch erhielten 56,5 Prozent der Stimmen und setzten sich damit gegen die Mitbewerber Dorothea Klische-Behnke und Carsten Lotz durch, die auf 24,5 bzw. 19,7 Prozent kamen. Ein Parteitag in Ulm muss das Ergebnis noch formal bestätigen.
Die neuen Co-Vorsitzenden stehen vor der Aufgabe, die Partei nach dem schlechten Abschneiden bei der Wahl im März neu aufzubauen. Mesarosch hatte bereits die Wahl von Sascha Binder zum Fraktionsvorsitzenden nach der Niederlage kritisiert. Beide führen an, die interne Kommunikation verbessern und künftige Wahlkämpfe besser koordinieren zu wollen.
Zu ihren Schwerpunkten zählen die Bekämpfung sozialer Ungleichheit und Maßnahmen im Klimaschutz. Mit diesen Themen will die Partei wieder mehr Zustimmung im Land gewinnen.
Die neue Doppelspitze markiert einen Neuanfang nach einer schwierigen Phase. Der Fokus auf soziale und ökologische Themen soll den Abwärtstrend der SPD umkehren. Die formale Bestätigung ihrer Ämter auf dem anstehenden Parteitag wird den Übergang endgültig besiegeln.
