12 March 2026, 18:23

SparkassenVersicherung verzeichnet Rekordgewinn trotz steigender Wasserschäden im Jahr 2025

Eine Karte der Vereinigten Staaten, die die 2020 Milliarden-Dollar-Wetter- und Klimaschäden zeigt, unterteilt in Abschnitte nach Jahr und Schadensart, mit Logos oben rechts und fetter Schrift, überwiegend in Blautönen und Grüntönen mit Gelb- und Rotakzenten.

Sparkassen-Versicherer zahlen weniger für Wetterschäden - SparkassenVersicherung verzeichnet Rekordgewinn trotz steigender Wasserschäden im Jahr 2025

Die SparkassenVersicherung (SV) hat für das Jahr 2025 starke Finanzzahlen vorgelegt: Der Nettogewinn stieg um 42 Prozent auf 147 Millionen Euro. Gleichzeitig sanken die Gesamt-Schadensaufwendungen der Gesellschaft um fast 10 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro – vor allem wegen eines deutlichen Rückgangs der Sturmschäden.

Der in Stuttgart ansässige Versicherer, der 2004 gegründet wurde, verzeichnete zudem ein Wachstum im Bereich der Lebensversicherungen, wo die Prämieneinnahmen um 7,2 Prozent auf rund 4,0 Milliarden Euro stiegen.

Die finanzielle Erholung der SV im Jahr 2025 folgte auf ein schwieriges Jahr 2024, das als viertteuerstes in der Unternehmensgeschichte in Sachen wetterbedingter Schäden galt. Damals hatten Stürme erhebliche Zerstörungen an Gebäuden und Fahrzeugen angerichtet und zu Schadensforderungen in Höhe von 397 Millionen Euro geführt. 2025 hingegen blieb die Kernregion der SV von schweren Stürmen, Hagel oder Überschwemmungen weitgehend verschont, sodass die Sturmschäden auf nur noch 87,4 Millionen Euro sanken.

Trotz dieser Entlastung wurden die Einsparungen teilweise durch steigende Wasserschadensfälle und höhere Reparaturkosten – getrieben von der Inflation – wieder aufgezehrt. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Wasserschadensmeldungen bei der SV um 28 Prozent, von 45.000 Fällen im Jahr 2021 auf 57.500 im Jahr 2025. Gleichzeitig gingen Sturm- und Hagelschäden um 12 Prozent zurück, von 32.000 auf 28.100 Fälle, was auf milderes Wetter und bessere Vorsorgemaßnahmen zurückzuführen ist.

SV-Chef Andreas Jahn räumte ein, dass 2025 ein außergewöhnlich gutes Jahr für wetterbedingte Schäden gewesen sei, warnte jedoch, dass der Klimawandel und Extremwetter weiterhin zentrale Herausforderungen darstellten. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen über 5.400 Mitarbeiter, die die Geschäfte in ganz Deutschland unterstützten.

Der Rückgang der Sturmschäden und das Wachstum bei den Lebensversicherungsprämien trugen maßgeblich dazu bei, dass die SV 2025 einen Nettogewinn von 147 Millionen Euro erzielte. Dennoch belasten der anhaltende Anstieg der Wasserschäden und die inflationsbedingten Kostensteigerungen die Finanzlage weiter. Das Unternehmen bleibt darauf fokussiert, sich an die veränderten Wetterbedingungen anzupassen und gleichzeitig seine Marktposition zu halten.

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