Solingens Innenstadt braucht dringend einen radikalen Masterplan gegen den Niedergang
Piotr DietzSolingens Innenstadt braucht dringend einen radikalen Masterplan gegen den Niedergang
Solingens Innenstadt kämpft seit Jahren mit dem Niedergang. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot und ein Mangel an Gastronomie und Begegnungsstätten prägen heute das Bild. Wirtschaftliche und soziale Herausforderungen haben die Probleme weiter verschärft.
Die Ursachen liegen oft außerhalb des Einflussbereichs der Stadt: Größere Nachbarstädte ziehen wichtige Dienstleistungen ab, während der Online-Handel die Kundenfrequenz verringert. Lokale Entscheidungsträger haben zwar Einzelprojekte und Fachkonzepte umgesetzt, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bisher.
Walsken plädiert für einen langfristigen Strategiewechsel. Notwendig sei ein Masterplan für das gesamte Zentrum und sein Umfeld, der Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsbildung vereint.
Zu den zentralen Maßnahmen gehören eine bessere Vernetzung der Glasernen Werkstatt mit Start-ups, der Ausbau von Student:innenwohnheimen, ein dezentrales Gesundheitssystem und digitale Beratungsangebote. Walsken betont, dass die Bevölkerung von Anfang an in die Planung einbezogen werden müsse, und schlägt externe Expert:innen vor, um die Diskussionen zu erweitern.
Der Blick muss über die Innenstadt hinausgehen. Auch Gebiete wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße und das Werwolf-Viertel sollten eine Rolle spielen. Entscheidend sei es laut Walsken, eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung anzuziehen, um den Abwärtstrend umzukehren.
Ein ganzheitlicher Masterplan könnte die aktuellen Probleme der Innenstadt lösen. Praktische Schritte und breite Bürgerbeteiligung könnten ihr neues Leben einhauchen – vorausgesetzt, die umliegenden Stadtteile werden mitgedacht, um langfristig Erfolg zu haben.
