Schärfere Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter und Radfahrer im Visier der Ordnungshüter
Murat JähnSchärfere Kontrollen in Bad Kreuznach: E-Scooter und Radfahrer im Visier der Ordnungshüter
Ordnungskräfte in Zivil haben am Donnerstag in der Fußgängerzone von Bad Kreuznach Kontrollen durchgeführt. Die Aktion stand im Zeichen der Verkehrssicherheit und der Ahndung von Parkverstößen – Teil einer neuen Initiative, die der Leiter der öffentlichen Ordnung der Stadt, Mirko Helmut Kohl, angekündigt hatte.
Im Fokus der Beamten lagen besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer. Ein zentrales Problem stellten E-Scooter dar, die in der Fußgängerzone generell verboten sind. Die Behörden registrierten 40 Verstöße von E-Scooter-Fahrern, darunter die Nutzung von Handys während der Fahrt sowie mehrere Fälle, in denen zwei Personen ein einzelnes Gefährt nutzten. Fünf E-Scooter wurden beschlagnahmt, teilweise wegen fehlender Pflichtversicherung.
Ein Fahrer leistete Widerstand gegen die Beamten, beleidigte sie verbal und verursachte dabei leichte Verletzungen bei einer Beamtin. Drei weitere Verstöße betrafen Zuwiderhandlungen gegen das in der Zone geltende Alkoholverbot.
Auch Radfahrer wurden überprüft – hier wurden 21 Ordnungswidrigkeiten dokumentiert. In einem Fall nutzte ein Radfahrer sein Handy während der Fahrt. Radfahrer dürfen die Fußgängerzone nur zwischen 19 und 9 Uhr befahren.
Bei Jugendschutz-Kontrollen beschlagnahmten die Beamten zudem Tabakwaren und illegale E-Zigaretten.
Die Aktion ist Teil eines umfassenden Plans, um die Kontrolldichte zu erhöhen und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Besonders schutzbedürftige Verkehrsteilnehmer bleiben im Fokus, weitere Kontrollmaßnahmen sind geplant. Die Stadt strebt an, Verstöße zu reduzieren und die Einhaltung der örtlichen Vorschriften zu stärken.
