07 May 2026, 06:21

Sachsens Apothekensterben: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Außensicht der 'The Generics Pharmacy'-Fassade mit umliegenden stadtebaulichen Elementen unter einem klaren blauen Himmel.

Sachsens Apothekensterben: Warum immer mehr Standorte schließen müssen

Apotheken in Sachsen verschwinden in alarmierendem Tempo

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Laut Warnungen des Landesapothekerverbandes Sachsen schließen in dem Bundesland immer mehr Apotheken. Göran Donner, Präsident des Verbandes, zeigt sich besorgt über den rasanten Rückgang und führt wirtschaftliche Schwierigkeiten sowie Personalmangel als Hauptgründe für die Schließungen an.

Zwischen 2016 und 2020 verlor Sachsen 36 Apotheken. Seither hat sich die Lage weiter verschärft: Allein im vergangenen Jahr mussten 13 Betriebe schließen, und von 2021 bis 2025 stellten weitere 85 Apotheken ihren Betrieb ein.

Donner betont, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit der entscheidende Faktor für den Niedergang sei. Ohne eine Anpassung der Vergütung durch die Bundesregierung könnten viele Apotheken langfristig nicht mehr kostendeckend arbeiten. Zudem erschwere der Fachkräftemangel den verbleibenden Apotheken das Überleben.

Besonders betroffen sind ländliche Regionen. Donner warnt, dass ohne stabile Finanzierung selbst grundlegende Gesundheitsversorgung gefährdet sein könnte. Nach dem Apothekenreformgesetz können nur finanziell abgesicherte Apotheken den erweiterten Anforderungen gerecht werden.

Der anhaltende Rückgang der Apotheken bedroht die medizinische Versorgung in ganz Sachsen. Ohne Gegenmaßnahmen ist mit weiteren Schließungen zu rechnen, was vor allem in ländlichen Gebieten zu weniger Möglichkeiten für die Versorgung mit Medikamenten und medizinischer Beratung führen wird. Donners Appelle unterstreichen, wie dringend Handlungsbedarf besteht, um den Trend umzukehren.

Quelle