19 June 2026, 06:16

Sabotageanschlag auf Güterzug: Wer steckt hinter der Entgleisung bei Essen?

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotageanschlag auf Güterzug: Wer steckt hinter der Entgleisung bei Essen?

Am 12. Januar 2025 entgleiste ein Güterzug zwischen Essen und Oberhausen, nachdem Saboteure eine Metallklemme auf den Schienen platziert hatten. Die Staatsanwaltschaft Essen stufte den Vorfall später als gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein. Die Behörden vermuten, dass der Anschlag einen geplanten US-Militärkonvoi auf derselben Strecke stören sollte.

Die Entgleisung ist Teil einer Reihe mutmaßlicher Sabotageakte im deutschen Schienennetz. Seit mindestens 2022 häufen sich solche Vorfälle. Allein 2025 registrierte das Bundeskriminalamt 93 Straftaten als vorsätzliche Sabotage – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024.

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Ein klares Motiv für die Entgleisung in Essen steht noch nicht fest. Die Ermittler prüfen mögliche Verbindungen zu linksextremistischen Kreisen sowie eine Beteiligung ausländischer Staaten. Von den 93 Fällen im Jahr 2025 wurden 37 der Kategorie „sonstige Zuordnung“ zugeordnet, 18 standen im Zusammenhang mit linksextremen, 10 mit rechtsextremen, 12 mit ausländischen und 16 mit religiösen Motiven.

Zudem verzeichnete das Jahr 12 Straftaten unter der neuen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“. In einem separaten Fall wurden 2025 drei Männer festgenommen, die mutmaßlich Brand- und Bombenanschläge auf den deutschen Güterverkehr geplant hatten. Gleichzeitig führten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands im Herbst 2025 Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch.

Die Entgleisung in Essen bleibt Gegenstand der Ermittlungen im Rahmen der zunehmenden Sabotagevorfälle im deutschen Schienennetz. Die Behörden verfolgen weiterhin verschiedene mögliche Motive und Täter. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsrisiken für die Verkehrsinfrastruktur des Landes.

Quelle