Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Nathalie BauerRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall hat den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems an die Beteiligungsgesellschaft AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro finalisiert. Der Deal markiert eine bedeutende strategische Neuausrichtung des Konzerns hin zu militärischer Ausrüstung. Beide Unternehmen bestätigten, dass die Transaktion voraussichtlich im späten Jahr 2026 abgeschlossen wird, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen.
Die Sparte, zu der bekannte Marken wie Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice gehören, erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro. Seit Ende 2025 war sie als „aufgegebener Geschäftsbereich“ klassifiziert worden. Unter der Führung von AEQUITA wird das Geschäft seine etablierten Markennamen behalten und wie bisher weitergeführt.
Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde die Umsätze der Gruppe im Automobilsektor auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Der Käufer plane zudem, alle 6.250 Mitarbeiter der übernommenen Bereiche zu behalten.
Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „historischen Meilenstein“ für das Unternehmen. Der Schritt ist Teil der langfristigen Strategie, sich auf Verteidigungstechnik und militärische Systeme zu konzentrieren. Im Rahmen dieser Neuausrichtung verbleibt die Einheit Dermalog SensorTec bei Rheinmetall und wird in die Sparte Waffe und Munition integriert.
Drei deutsche Standorte von KS Huayu AluTech, die ursprünglich in die Verkaufsverhandlungen einbezogen waren, bleiben ebenfalls bei Rheinmetall. Diese Standorte sollen künftig als Joint Venture weitergeführt werden und nicht an AEQUITA übergehen.
Der Verkauf soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden, sofern die abschließenden regulatorischen Prüfungen erfolgreich verlaufen. AEQUITA übernimmt damit eine Sparte mit starker Markenpräsenz und einer großen Belegschaft. Rheinmetall setzt unterdessen seine Transformation zu einem defensiv ausgerichteten Unternehmen fort.






