Reifenpreise steigen 2017: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Piotr DietzReifenpreise steigen 2017: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Reifenhersteller erhöhen flächendeckend die Preise als Reaktion auf explodierende Materialkosten
Trotz der finanziellen Belastung bleibt die Branche optimistisch – dank der starken Nachfrage, insbesondere aus dem boomenden SUV-Markt. Mehrere große Marken haben bereits Preiserhöhungen angekündigt oder umgesetzt.
Der drastische Anstieg der Kautschukpreise zwingt die Unternehmen zum Handeln. Continental rechnet allein für 2017 mit Mehrkosten von rund 500 Millionen Euro. Frank Biller, Analyst der LBBW, warnt, dass Preisanpassungen notwendig seien, um die Gewinnmargen zu sichern.
Goodyear machte den Anfang und erhöhte seine Preise zum 1. März 2017 um bis zu acht Prozent. Pirelli zog mit Aufschlägen von bis zu neun Prozent nach, die alle Reifentypen betreffen. Hankook wird ab dem 1. April eine Erhöhung von vier bis fünf Prozent umsetzen.
Die erste Welle der Preiserhöhungen trifft vor allem den Handel. Experten gehen jedoch davon aus, dass die höheren Kosten bald auch die Verbraucher erreichen werden.
Die Reifenbranche reagiert damit auf die steigenden Materialkosten – mit Preisanpassungen bei großen Marken wie Continental, Pirelli, Goodyear und Hankook, die den Markt verändern werden. Trotz der Herausforderungen sorgen das Wachstum im SUV-Segment und die anhaltend starke Nachfrage für eine positive Perspektive.






