Raserdelikt auf der B27: Drei Verletzte nach mutmaßlichem illegalen Autorennen bei Bad Friedrichshall
Nathalie BauerRaserdelikt auf der B27: Drei Verletzte nach mutmaßlichem illegalen Autorennen bei Bad Friedrichshall
Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 27 bei Bad Friedrichshall – Drei Leichtverletzte nach mutmaßlichem Raserdelikt
Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 27 in der Nähe von Bad Friedrichshall am Sonntagabend wurden drei Personen leicht verletzt. Beteiligt waren ein Opel Tigra und ein Audi A5, deren Fahrer verdächtigt werden, vor dem Zusammenstoß im Stil illegaler Autorennen gefahren zu sein. Die Polizei ermittelt nun wegen des Vorfalls und sucht nach Zeugen.
Der Unfall ereignete sich auf der B27, wo eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt. Der Opel Tigra wurde von einem 20-Jährigen gesteuert, der Audi A5 von einem 39-Jährigen. Augenzeugen berichteten, beide Fahrzeuge seien vor dem Crash aggressiv gefahren.
Nach der Kollision wurden in beiden Autos Betäubungsmittel gefunden. Die Fahrer mussten Blutproben abgeben und erhielten ihre Führerscheine sowie Handys vorläufig beschlagnahmt. Die Straße wurde Richtung Neckarsulm zeitweise gesperrt, um die Unfallaufnahme zu ermöglichen.
Der Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Behörden bitten alle, die das Fahrverhalten des Opel oder des Audi beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer +49 (0) 711 68690 bei der Polizei zu melden.
Illegale Straßenrennen nehmen in Baden-Württemberg zunehmend zu. Zwischen 2024 und 2025 wurden rund 1.200 Fälle registriert, wobei die Aufklärungsquote hoch ist. Allein im Landkreis Ludwigsburg verzeichnete die Polizei 2025 insgesamt 32 Vorfälle, darunter einen tödlichen Unfall im März desselben Jahres. Ähnliche Fälle führten auch in anderen Regionen wie Bietigheim-Bissingen und Vaihingen an der Enz zu Strafverfahren und Führerscheinentzügen.
Den beiden Fahrern drohen nun weitere Ermittlungen, darunter mögliche Anklagen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Drogenbesitzes. Der Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl illegaler Rennfahrten in der Region ein und unterstreicht die anhaltenden Polizeimaßnahmen gegen rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr.






