STIHL revolutioniert Finanzierung mit digitalem System für saisonale Liquidität
Piotr DietzSTIHL revolutioniert Finanzierung mit digitalem System für saisonale Liquidität
STIHL, der weltweit größte Hersteller von Kettensägen, hat ein neues gruppenweites Finanzierungssystem eingeführt, um saisonale Schwankungen im Umlaufvermögen besser zu bewältigen. Das in Waiblingen ansässige Unternehmen, das rund 19.700 Mitarbeiter beschäftigt, erzielte 2024 einen Umsatz von 5,33 Milliarden Euro. Mit diesem ungewöhnlichen Ansatz ersetzt STIHL herkömmliche Finanzierungsmethoden durch einen digitalen, effizienteren Prozess.
Das neue System basiert auf einer "Common Terms Agreement" (CTA), die alle zentralen Konditionen zwischen STIHL und seinen Hauptbanken in einem einzigen Dokument zusammenfasst. Auf dieser Grundlage wurden anschließend individuelle bilaterale Kredite mit standardisierten Bedingungen abgeschlossen – ähnlich wie bei Nebenkreditlinien.
Die Finanzierung wurde intern von STIHL gesteuert, wobei die SEB als Dokumentationsagent fungierte. Unterstützt wurde der Prozess durch die vc trade-Plattform, die für die Prüfung der Unterlagen, die Zuweisung der Finanzmittel und die Bestätigung der Auszahlungsbedingungen zuständig war. Dieses digitale System ermöglicht es der Finanzabteilung von STIHL, alle Kreditbeziehungen durchgängig – von der Beantragung bis zur Abwicklung – zu überwachen.
Rechtlich begleitet wurde das Vorhaben von zwei Kanzleien: White & Case, vertreten durch Counsel Sascha H. Schmidt, beriet die SEB und das Bankenkonsortium. Taylor Wessing stand STIHL zur Seite, mit einem Team aus der Frankfurter Niederlassung, zu dem Clemens Niedner, Moritz Probst und Victoria Meyer gehörten.
Das aktualisierte Finanzierungsmodell zentralisiert das Working-Capital-Management von STIHL durch digitale Tools und standardisierte Verträge. Die Finanzabteilung des Unternehmens verwaltet nun alle Kreditlinien intern, was die Abhängigkeit von klassischen Bankdarlehen verringert. Diese Umstellung erfolgt vor dem Hintergrund des Rekordumsatzes von 5,33 Milliarden Euro, den STIHL 2024 erzielte.






