Quizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Wahlsieg und Bundesintervention
Ditmar WellerQuizkandidat ketten sich an Magdeburger Dom – Protest gegen AfD-Wahlsieg und Bundesintervention
Ein 43-jähriger Berufs-Quizkandidat hat sich vor dem Magdeburger Dom angekettet, um zu protestieren. Maik Sawatzke demonstriert gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt, falls die AfD die anstehenden Landtagswahlen gewinnt. Er wirft Politikern in Berlin vor, sich wie Kriminelle zu verhalten, und fordert mehr Autonomie für die Region.
Sawatzke verdient sein Geld als Quizkandidat, gibt aber zu, dass sein Allgemeinwissen Lücken aufweist. Gelegentlich arbeitet er auch als bezahlter Demonstrant – oft für die AfD. Trotz des gleichen Nachnamens ist er nicht mit Uta Sawatzke verheiratet oder verwandt, die sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ mit pinken Kurzhaaren beschreibt.
Sein Protest richtet sich gegen die Drohung der AfD, im Falle eines Wahlsiegs den Rechtsstaat infrage zu stellen. Die Haltung der Partei könnte eine Bundesintervention nach einer alten Bestimmung des Grundgesetzes auslösen. Sawatzke behauptet, Berlin wolle Sachsen-Anhalt die Finanzmittel streichen und Freiheiten einschränken – etwa durch ein Verbot von FKK-Sonnenbaden oder die Vorgabe von Ehen.
Der Protestierende gibt zudem an, kürzlich während der Arbeit zu Hause überfallen worden zu sein. Sein Portemonnaie sei gestohlen und später leer im Müll gefunden worden.
Sawatzkes Aktion unterstreicht die Spannungen um die Zukunft Sachsen-Anhalts, sollte die AfD an die Macht kommen. Seine Forderungen nach regionaler Freiheit und seine Kritik an der Bundeskontrolle spiegeln die breiten Debatten vor der Wahl wider. Das Ergebnis könnte entscheiden, ob Berlin nach Verfassungsrecht eingreift.






