Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure erschüttert Pforzheims Nahverkehr
Murat JähnMänner greifen Busfahrkartenkontrolleure in Pforzheim an - Pfefferspray-Attacke auf Kontrolleure erschüttert Pforzheims Nahverkehr
Zwei Kontrolleure bei Angriff an Bushaltestelle in Pforzheim verletzt
Am Freitagnachmittag sind zwei Fahrkartenkontrolleure an einer Bushaltestelle in Pforzheim angegriffen worden. Die Täter setzten Pfefferspray und körperliche Gewalt ein, bevor sie flüchteten. Die Polizei sucht nun Zeugen und ruft zur Mithilfe auf – die Sorge um Gewalt gegen Beschäftigte im Öffentlichen Nahverkehr wächst.
Der Vorfall ereignete sich, als drei Kontrolleure einen Bus betreten wollten. Zwei Männer versuchten, sich der Ticketprüfung zu entziehen, stießen die Beamten zu Boden und attackierten sie. Ein Angreifer schlug einem Kontrolleur ins Gesicht und sprühte mehrfach Pfefferspray.
Die Opfer erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Beide Täter konnten entkommen; bislang gab es keine Festnahmen. Die Ermittler gehen von einer gefährlichen Körperverletzung aus.
Der Angriff reiht sich in eine besorgniserregende Zunahme von Gewalt gegen Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr ein. Erst im Februar war ein Lokführer bei einem separaten Vorfall getötet worden, was die Debatte um die Sicherheit der Beschäftigten verschärfte. Ein weiterer schwerer Angriff ereignete sich 2026, als ein Service-Mitarbeiter nach einer Attacke zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
Die Polizei ermittelt weiterhin im Fall Pforzheim und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Die verletzten Kontrolleure konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken, denen Verkehrsmitarbeiter selbst bei Routineaufgaben ausgesetzt sind.