17 June 2026, 19:18

Pfändungsschutzkonten: Warum Banken Schutzregeln oft ignorieren und Betroffene leiden

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

Pfändungsschutzkonten: Warum Banken Schutzregeln oft ignorieren und Betroffene leiden

Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth weist auf Probleme mit Pfändungsschutzkonten hin

Anlässlich der Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni macht die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Fürth auf Mängel bei Pfändungsschutzkonten (P-Konten) aufmerksam. Die Kampagne soll auf die Schwierigkeiten von Konteninhabern in finanziellen Notlagen hinweisen. Doch nicht immer setzen Banken die gesetzlichen Schutzvorschriften korrekt um – mit unnötigen Härten für Betroffene.

Ein P-Konto soll eigentlich einen Grundfreibetrag von 1.560 Euro monatlich vor Pfändungen schützen. Dennoch kommt es vor, dass Kartenzahlungen abgelehnt oder Bargeldabhebungen am Automaten gesperrt werden – selbst wenn ausreichend Guthaben vorhanden ist. Die Diakonie Fürth berichtet, dass solche Fehler Menschen daran hindern können, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten zu decken.

Rechtlich hat jeder Inhaber eines Girokontos Anspruch darauf, es in ein P-Konto umwandeln zu lassen – selbst bei einem Dispo oder genehmigtem Überziehungskredit. Allerdings lassen sich Gemeinschaftskonten nicht automatisch umstellen, hier wird frühzeitige Beratung empfohlen, um Komplikationen zu vermeiden. Die Umwandlung darf bestehende Konditionen wie Gebühren oder den Zugang zur Debitkarte nicht verändern.

Die Beratungsstelle rät Konteninhabern, ihre regelmäßigen Zahlungsverpflichtungen zu prüfen, um die Deckung des Lebensnotwendigen sicherzustellen. Kostenlose und anonyme Unterstützung gibt es während der Öffnungszeiten telefonisch oder über Online-Beratungen.

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Die Diakonie betont, wie wichtig es ist, die Regeln zum P-Konto zu kennen, um finanzielle Engpässe zu vermeiden. Wer von Schulden oder Pfändungen betroffen ist, kann sich beraten lassen, um die Schutzmechanismen effektiv zu nutzen. Die Hilfsangebote stehen nicht nur während der Aktionswoche, sondern auch darüber hinaus zur Verfügung.

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