Paul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreichs Nationalteam – Rangnick überzeugt das Talent
Piotr DietzPaul Wanner wechselt von Deutschland zu Österreichs Nationalteam – Rangnick überzeugt das Talent
Der junge Mittelfeldspieler Paul Wanner hat sich entschieden, künftig für die österreichische statt für die deutsche Nationalmannschaft aufzulaufen. Den Ausschlag für diese Entscheidung gab ein persönliches Gespräch mit Ralf Rangnick, der mittlerweile das österreichische Nationalteam trainiert. Wanners Wechsel stellt einen spürbaren Verlust für den deutschen Fußball dar, nachdem er zuvor in den Jugendauswahlen des DFB gespielt hatte.
Geboren in Dornbirn als Sohn einer Vorarlbergerin und eines deutschen Vaters, wuchs Wanner in Amtzell auf, einem kleinen Ort nahe der österreichischen Grenze. Obwohl er den Vorarlberger Dialekt versteht, spricht er hauptsächlich Hochdeutsch. Seine Fußballkarriere begann früh: Mit 13 Jahren wechselte er zum FC Bayern München und trainierte bereits mit 16 mit der Profimannschaft.
Wanners Spielstil ist von Kreativität geprägt – er beschreibt sich selbst als klassischen "Zehn", der das Dribbling liebt. Seine Entscheidung für Österreich wurde maßgeblich von Rangnick beeinflusst, von dem er hofft, dass er auch über die WM hinaus Nationaltrainer bleibt. Trotz der Aussicht auf einen möglichen WM-Platz betonte er, dass dies nicht der einzige Grund für seine Wahl war.
2022 hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann geplant, Wanner erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft zu berufen. Doch Wanner informierte Nagelsmann persönlich über seinen Wechsel und beendete damit seine Zeit beim DFB. Sein letzter Einsatz für die deutsche U21 datiert vom Oktober – ein Schritt, der seine Jugendkarriere zwar nicht unmittelbar beeinflusst, seine internationale Zukunft aber deutlich verändert.
Mit Wanners Wechsel verliert Deutschland ein vielversprechendes Talent aus dem Nachwuchsbereich, während Österreich einen technisch versierten Mittelfeldspieler gewinnt. Seine Entscheidung spiegelt sowohl persönliche Bindungen als auch das Vertrauen in Rangnicks Führung wider. Der DFB reagierte auf den Abgang nicht mit konkreten Maßnahmen.






