Osnabrücker Karneval krönt erstmals zwei Prinzen – einer mit thailändischen Wurzeln
Piotr DietzOsnabrücker Karneval krönt erstmals zwei Prinzen – einer mit thailändischen Wurzeln
Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalsbürgerkomitee zwei Prinzen als sein königliches Duo gekrönt. Die Entscheidung bricht mit der Tradition, da beide die Würde eines Prinzen tragen. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte den Wandel und bezeichnete ihn als den perfekten Moment für ein solches Paar.
Einer der neuen Prinzen, Yut I., bringt eine weitere Premiere mit sich: Er ist die erste königliche Figur des Komitees mit ausländischem Pass, da er in Thailand geboren wurde.
Das Karnevalsbürgerkomitee folgte bisher einer langjährigen Gepflogenheit, jeweils einen Prinzen und eine Prinzessin zu wählen. In diesem Jahr entschied sich die Gruppe jedoch für zwei Prinzen. Pötter unterstützte diesen Schritt und erklärte, es gebe keinen besseren Zeitpunkt, um ein solches Duo vorzustellen.
Prinz Yut I.s Hintergrund verleiht dem Ereignis zusätzliche Bedeutung. Als erster Prinz mit einem nicht-deutschen Pass unterstreicht seine Wahl die wachsende Offenheit des Festes. Das Komitee betonte, dass seine Rolle ein starkes Signal für Einheit und Akzeptanz sende.
Pötter bezeichnete das Duo zudem als ein bedeutungsvolles Symbol für den Karneval. Trotz aktueller Herausforderungen beweise die Feier, dass Menschen sich weiterhin in Freude vereinen könnten, so die Oberbürgermeisterin. Die Wahl spiegle auch die Freiheit wider, die eigene Identität selbstbewusst zu leben.
Die Ernennung zweier Prinzen – darunter der erste Amtsinhaber mit ausländischem Pass – setzt einen neuen Präzedenzfall für den Osnabrücker Karneval. Die Entscheidung unterstreicht die sich wandelnden Traditionen des Festes und sein Bekenntnis zu Vielfalt. Die Veranstalter erwarten, dass der Wandel den diesjährigen Feierlichkeiten frischen Schwung verleiht.






