Krankenkassen 2025: Ausgaben steigen um 7,8 Prozent – Einnahmen hinken hinterher
Murat JähnKrankenkassen 2025: Ausgaben steigen um 7,8 Prozent – Einnahmen hinken hinterher
Ausgaben der deutschen Krankenversicherungen stiegen 2025 stark an
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland sind 2025 deutlich gestiegen – um insgesamt 7,8 Prozent. Der Anstieg betraf sowohl medizinische Leistungen als auch Verwaltungskosten, da die Nachfrage nach Versorgungsleistungen weiter zunahm. Zwar stiegen auch die Einnahmen der Kassen, allerdings in geringerem Maße als die Ausgaben.
Die Gesamtausgaben erreichten 2025 ein Volumen von 352,4 Milliarden Euro und lagen damit 24,6 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert. Den stärksten Anstieg verzeichnete die pflegerische Behandlung im medizinischen Bereich, wo die Ausgaben um 12,6 Prozent in die Höhe schnellten. Auch die stationäre Krankenhausversorgung wurde deutlich teurer: Hier stiegen die Kosten um 9,6 Prozent.
Es folgten die ambulanten Arztleistungen mit einem Ausgabenplus von 7,6 Prozent. Die Kosten für Medikamente erhöhten sich moderater um 5,9 Prozent. Die Verwaltungskosten kletterten unterdessen um 4,7 Prozent, was zusätzliche 602 Millionen Euro ausmachte.
Die Einnahmen der Krankenkassen wuchsen zwar um 5,3 Prozent auf 355,9 Milliarden Euro, doch die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben schloss sich weiter. Allein die Leistungsausgaben legten um 7,9 Prozent zu.
Die Zahlen unterstreichen die wachsende Kluft zwischen Einnahmenentwicklung und steigenden Gesundheitskosten. Während die Gesamtausgaben für Leistungen und Verwaltung um 7,8 Prozent stiegen, erhöhten sich die Einnahmen der Kassen nur um 5,3 Prozent. Der Trend deutet auf anhaltenden Druck für das deutsche Krankenversicherungssystem in den kommenden Jahren hin.






