Olivia Rodrigo wehrt sich gegen Kritik an ihren Babydoll-Kleidern und nennt Debatte "beunruhigend"
Murat JähnOlivia Rodrigo wehrt sich gegen Kritik an ihren Babydoll-Kleidern und nennt Debatte "beunruhigend"
Olivia Rodrigo sieht sich scharfer Kritik an ihrer Vorliebe für Babydoll-Kleider ausgesetzt – Online-Kommentatoren werfen ihr vor, mit dem Stil kindliche Motive zu sexualisieren. Die Sängerin kontert jedoch gegen die Vorwürfe, nennt die Debatte „seltsam“ und „beunruhigend“ und verteidigt ihre Mode als Ausdruck von Stärke statt als Infantilisierung.
Die Diskussion entzündet sich, während Rodrigo die Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love vorbereitet, das am 12. Juni erscheint und bereits die Chartstürmer Drop Dead und The Cure als Singles enthält.
Auslöser der Kontroverse war ein Auftritt in Barcelona, bei dem Rodrigo ein rosa-weißes Blumen-Babydoll-Kleid trug. Kritiker argumentierten online, der Stil – oft assoziiert mit kindlich-puppenhaften Ästhetiken – sei für eine erwachsene Künstlerin unangemessen und verwische die Grenzen zwischen Unschuld und Sexualität.
In einem aktuellen Podcast-Interview nahm Rodrigo Stellung zu den Vorwürfen und wies die Empörung als fehlgeleitet zurück. Sie sieht darin ein tieferliegendes kulturelles Problem: die Tendenz, Frauen für männliche Begierden verantwortlich zu machen, während schädliche Einstellungen verharmlost würden. Zudem betonte die Sängerin, ihre Outfits seien durchgehend bedeckt – warum sie dann solche Reaktionen auslösten, sei ihr unverständlich.
Ihr Musikvideo zu Drop Dead heizte die Debatte weiter an. Darin sprintet sie in einem rosa-blauen Rüschen-Babydoll-Set durch den Schlosspark von Versailles und unterstreicht damit den Look, der zu ihrem Markenzeichen in dieser Album-Ära geworden ist. Trotz der Kritik bleibt Rodrigo standhaft: Ihre Modewahl diene der Selbstbestimmung – nicht der Selbstobjektivierung.
Das Album, das nächsten Monat erscheint, knüpft an den Erfolg der beiden Leadsingles an. Drop Dead und The Cure dominieren bereits die Charts und kündigen damit den nächsten großen Moment der 21-jährigen Superstar an.
Rodrigos Reaktion lenkt den Fokus von ihrer Kleidung auf grundlegendere Fragen: Wie geht die Gesellschaft mit weiblicher Mode und Autonomie um? Die anstehende Albumveröffentlichung wird die Diskussion – und ihren mutigen Stil – wohl weiter in den Mittelpunkt rücken.
Unterdessen beobachten Fans wie Kritiker gleichermaßen, wie sich diese Debatte auf die Rezeption von You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love auswirken könnte, wenn es im Juni erscheint.






