Niedersachsen beschleunigt Windkraftausbau mit neuen Flächenregeln bis 2027
Nathalie BauerNiedersachsen beschleunigt Windkraftausbau mit neuen Flächenregeln bis 2027
Niedersachsen hat verbindliche rechtliche Vorgaben eingeführt, um die Windenergie an Land zu stärken. Der Regionalverband Braunschweig überarbeitet derzeit seinen Entwurf zur Raumplanung nach Eingängen aus der öffentlichen Anhörung. Der aktualisierte Entwurf wird in Kürze für eine weitere Prüfung zur Verfügung stehen.
Die Region Braunschweig muss bis 2027 mindestens 2,46 Prozent ihrer Fläche für Windkraft ausweisen. Die bereits festgelegten Vorranggebiete decken derzeit 2,9 Prozent der Gesamtfläche ab und übertreffen damit das ursprüngliche Ziel. Zudem gibt es ein weiteres Ziel für das Jahr 2032.
Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf wurden Änderungen vorgenommen: Von 56 Zonen wurden 8 gestrichen und eine neue hinzugefügt. Neu dabei ist ein Standort südlich von Kirchberg bei Seesen, während eine große Fläche zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen entfallen ist.
Kommunen können über eine freiwillige Öffnungsklausel zusätzlich Flächen beisteuern. Der zweite Entwurf wird für die öffentliche Konsultation veröffentlicht – sowohl online als auch in gedruckter Form.
Der überarbeitete Vorschlag steht noch vor der öffentlichen Anhörungsphase. Sobald diese beginnt, haben Anwohner und Interessengruppen die Möglichkeit, die Änderungen zu prüfen und dazu Stellung zu nehmen. Der endgültige Plan wird die Ausweitung der Windenergie in der Region für die kommenden Jahre maßgeblich prägen.
