Neuer Fahrplan für die Energiewende: Wie Deutschland seine Klimaziele doch noch erreichen kann
Murat JähnNeuer Fahrplan für die Energiewende: Wie Deutschland seine Klimaziele doch noch erreichen kann
Ein neuer Fahrplan für die deutsche Energiewende wurde im Dezember vom IFEU-Institut Heidelberg und dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) veröffentlicht. Die von Martin Pehnt mitverfasste Studie zielt darauf ab, Lücken früherer Regierungsstrategien zu schließen. Bisherige Pläne wie der Erneuerbare-Energien-Aktionsplan decken nur Maßnahmen bis 2020 ab und bleiben in zentralen Bereichen unzureichend.
Der Fahrplan setzt als zentrale Strategie auf Power-to-Heat und fordert zudem mehr Effizienz, den Umstieg auf Elektromobilität sowie eine stärkere Energiedemokratie. Besonders hervorgehoben wird die Onshore-Windkraft, die flächendeckend im Land ausgebaut werden soll.
Anders als der begrenzte Erneuerbare-Energien-Aktionsplan knüpft der neue Vorschlag an die Leitstudie 2011 des Umweltministeriums an, die ein detaillierteres Rahmenwerk bietet. Die Autoren betonen die Notwendigkeit, die Grundlastkapazitäten – darunter auch die Kernenergie – zu reduzieren und gleichzeitig Verhaltensänderungen in der Bevölkerung zu fördern. Die Steigerung des Energiebewusstseins und die Anpassung der Verbrauchergewohnheiten zählen zu den zentralen Empfehlungen.
Der Fahrplan bietet eine weiter gefasste Vision als die bisherigen Politiken. Er skizziert konkrete Schritte für mehr Effizienz, dezentrale Energieversorgung und sauberere Mobilität. Durch die Schließung von Lücken in früheren Plänen zeigt der Vorschlag einen umfassenderen Weg für die deutsche Energiewende auf.






