09 June 2026, 22:26

Mitteldeutschland-Anbindung: Bauverzögerung bis 2028 und wachsende Kritik an Bundesregierung

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Mitteldeutschland-Anbindung: Bauverzögerung bis 2028 und wachsende Kritik an Bundesregierung

Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung erleidet erneute Verzögerung

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Die Pläne für die Modernisierung der Eisenbahnverbindung in Mitteldeutschland sind erneut verschoben worden. Das Vorhaben, das die Anbindung zwischen Sachsen und Westdeutschland verbessern soll, wird nun erst 2028 statt wie ursprünglich geplant in diesem Jahr in die Bauphase gehen. Kritiker werfen der Bundesregierung vor, die ostdeutschen Bundesländer zu vernachlässigen, während Milliardeninvestitionen in große Infrastrukturprojekte im Westen fließen.

Die BSW-Fraktion in Thüringen drängt auf einen zügigeren Ausbau der Mitteldeutschland-Strecke. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung des Abschnitts Weimar–Jena–Gera–Gößnitz. Zudem seien teilweise zweigleisige Ausbauten notwendig, um die Kapazitäten zu erhöhen.

Die vollständige Elektrifizierung der Strecke sollte eigentlich den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet beschleunigen. Dieses Ziel wurde nun jedoch auf das Jahr 2032 verschoben. Die geschätzten Kosten allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz belaufen sich auf 544 Millionen Euro.

Die BSW kritisierte das Bundesverkehrsministerium scharf, das aktuell keine Haushaltsmittel für das Projekt bereitstellen wolle. Kobelt verwies darauf, dass während im Westen großzügig in die Infrastruktur investiert werde, Thüringen und Sachsen trotz früherer politischer Zusagen mit Kürzungen konfrontiert seien. Die Fraktion fordert mehr Bundesmittel, um die Elektrifizierung und Modernisierung der Strecke voranzutreiben.

Mit dem Baubeginn erst 2028 und der vollständigen Elektrifizierung erst 2032 hat sich der Zeitplan für das Projekt weiter verzögert. Die BSW erhöht weiterhin den Druck auf die Politik und argumentiert, dass schnellere Schienenverbindungen für die Anbindung Ostdeutschlands unverzichtbar seien. Die geschätzten 544 Millionen Euro für nur einen Abschnitt unterstreichen den enormen Investitionsbedarf.

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