Mercedes setzt auf revolutionäre Kohlenstoff-Batterie für Ökostrom-Werk in Rastatt
Murat JähnMercedes setzt auf revolutionäre Kohlenstoff-Batterie für Ökostrom-Werk in Rastatt
Mercedes-Benz hat bei CMBlu Energy AG ein großes Batteriespeichersystem in Auftrag gegeben, um sein Werk in Rastatt mit Strom zu versorgen. Im Rahmen des Deals wird eine 11-MWh-SolidFlow-Batterie installiert, die erneuerbare Energien für eine rund um die Uhr verfügbare Nutzung speichern soll. Das Projekt ist ein weiterer Schritt des Automobilherstellers hin zu seinem Ziel, vollständig mit Ökostrom zu arbeiten.
Die SolidFlow-Batterie, deren Lieferung für das zweite Quartal 2025 geplant ist, wird in Kombination mit den bereits vorhandenen Solaranlagen des Werks betrieben. Sie ermöglicht eine Energiespeicherung für sechs Stunden und unterstützt Mercedes-Benz dabei, auf ein durchgehend erneuerbares Energiemodell umzustellen. Das System basiert auf der Redox-Flow-Technologie, setzt jedoch statt auf teures Vanadium auf Kohlenstoff – was die Kosten senkt und die Energiedichte verbessert.
CMBlus Ansatz hat bereits Anerkennung gefunden, darunter den pv magazine Annual Award 2018 für das Design einer organischen Flow-Batterie. Das Unternehmen bezeichnet seine Technologie als "organisch", da sie auf Kohlenstoff basiert – ein Material, das leicht verfügbar und recycelbar ist. Über Deutschland hinaus testet CMBlu seine Langzeitspeicherlösungen in Pilotprojekten in Europa und den USA.
Zu den jüngsten Kooperationen zählen Projekte mit dem Argonne National Laboratory und dem Idaho National Laboratory. Zudem betreibt das Unternehmen aktive Anlagen mit der WEC Energy Group in Wisconsin und dem Salt River Project in Arizona. Diese Partnerschaften dienen dem Nachweis der Zuverlässigkeit des Systems für industrielle Anwendungen und den Einsatz im Stromnetz.
Die Anlage in Rastatt wird eine der größten ihrer Art für CMBlu sein. Sobald sie in Betrieb geht, wird sie Mercedes-Benz bei der Umstellung auf eine durchgehende Nutzung erneuerbarer Energien unterstützen. Das Projekt unterstreicht zudem die Bemühungen des Automobilherstellers um nachhaltige Produktionslösungen.






