21 March 2026, 22:18

McCormick will Knorr übernehmen – Ende einer deutschen Tradition?

Ein Teller mit einem unbestimmten Lebensmittel.

McCormick will Knorr übernehmen – Ende einer deutschen Tradition?

Der US-Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf der bekannten deutschen Marke Knorr. Der mögliche Deal ist Teil der laufenden Umstrukturierung des Konzerns Unilever unter Führung von CEO Fernando Fernandez. Sollte die Übernahme zustande kommen, wäre dies ein bedeutender Einschnitt für die fast 200 Jahre alte Marke.

Knorr ist seit dem frühen 19. Jahrhundert ein fester Begriff in deutschen Haushalten. Vor allem für Fertiggerichte und Würzmittel bekannt, gehörte die Marke zuvor zum US-Konzern Bestfoods, bevor Unilever sie im Jahr 2000 übernahm. Heute betreibt Unilever vier deutsche Produktionsstandorte, darunter wichtige Werke in Auerbach und Heilbronn.

Die in Maryland ansässige McCormick & Company ist weltweit führend in der Herstellung von Gewürzen und scharfen Saucen. Mit einem Jahresumsatz von knapp 7 Milliarden Dollar und rund 14.000 Mitarbeitern sieht das Unternehmen in Knorr eine wertvolle Ergänzung seines Portfolios. Zwar sind die finanziellen Details noch nicht bekannt, doch Branchenkenner schätzen, dass der Deal Milliarden kosten könnte.

Der Verkauf passt zu Unilevers umfassenden Restrukturierungsplänen. Unter der Führung von Fernandez strafft das Unternehmen seine Geschäfte, konzentriert sich auf Kernmarken und trennt sich von anderen. Für McCormick würde die Übernahme von Knorr die Position im europäischen Lebensmittelsektor stärken.

Falls der Deal abgeschlossen wird, wechselt Knorr von britischem in amerikanischen Besitz. McCormick würde damit eine traditionsreiche Marke mit tiefen Wurzeln in deutschen Küchen übernehmen. Zudem könnte die Transaktion Unilevers Portfolio weiter prägen, während der Konzern seine Geschäftsstrategie weiter verfeinert.

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