19 June 2026, 14:19

Marzahn Pride feiert Jubiläum: Queere Vielfalt trotz rechtsextremer Bedrohungen

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride feiert Jubiläum: Queere Vielfalt trotz rechtsextremer Bedrohungen

Marzahn Pride feiert siebte Auflage – organisiert von Quarteera e.V.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Veranstaltung richtet den Fokus auf die Herausforderungen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Bezirk konfrontiert sind. Um 12 Uhr startet der Umzug auf der Allee der Kosmonauten, eröffnet durch Reden von Vanessa Krah und Gordon Lemm.

Der Zug leitet einen Tag voller Aktivitäten ein. Ab 14:30 Uhr folgt ein Kieztfest mit Livemusik, DJs und Streetfood. Marzahn, bekannt für seine vielfältige Bevölkerung, war in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel rechtsextremer Bedrohungen.

2022 hatte die Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) versucht, Marzahn Pride durch Einschüchterung zu stören. Zwar gibt es in diesem Jahr keine organisierten Gegenproteste, doch in der Vergangenheit wurden rechtsextreme Aufkleber und Propaganda verbreitet. Vanessa Krah, Queer-Beauftragte des Bezirks, mahnt trotz aktuell fehlender mobilisierter Gegenwehr zur Wachsamkeit.

Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremen Gruppen gestört. Die Marzahner Veranstaltung setzt sich weiterhin mit lokalen und übergeordneten Diskriminierungserfahrungen auseinander.

Der Umzug und das Fest sollen Sichtbarkeit und Solidarität fördern. Die Organisator:innen wollen queeren Communities in Marzahn einen sicheren Raum bieten. Die Veranstaltung bleibt eine zentrale Plattform, um inmitten anhaltender gesellschaftlicher Spannungen Bewusstsein zu schaffen.

Quelle