27 June 2026, 18:19

Leverkusens Traum vom Trainingszentrum scheitert an Monheimer Politik und Klimaschutz

Bayer-Chef Anderson mischt sich in Streit um Jugendcamp in Leverkusen ein

Leverkusens Traum vom Trainingszentrum scheitert an Monheimer Politik und Klimaschutz

Bayer 04 Leverkusen sucht seit einem Jahrzehnt nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum. Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hat sich der Verein nun für Monheim am Rhein entschieden. Doch das Projekt stößt auf starken Widerstand aus der lokalen Politik.

Ursprünglich hatte Leverkusen Monheim am Rhein als idealen Standort für den geplanten Campus identifiziert. Die Pläne umfassen zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie Rad- und Joggingwege für die Öffentlichkeit. Seit den Kommunalwahlen 2025 blockiert jedoch eine politische Koalition das Vorhaben mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken.

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Bayer 04 hat die Pläne bereits mehrfach überarbeitet, um den Kritikpunkten Rechnung zu tragen. Die aktuelle Version wird als das absolute Minimum beschrieben, das für einen funktionsfähigen Sport- und Betriebsbetrieb notwendig ist. Sportdirektor Simon Rolfes betont, dass die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Vereins vom Bau des Campus abhängt – und warnt vor gravierenden Folgen, sollte das Projekt scheitern.

Hinzu kommt ein zeitlicher Druck durch infrastrukturelle Herausforderungen am aktuellen Standort, der BayArena. Eine geplante Autobahn-Erweiterung könnte den laufenden Betrieb beeinträchtigen. Gleichzeitig äußerte Bayer-AG-Chef Bill Anderson Besorgnis über den anhaltenden politischen Widerstand in Monheim.

Für die langfristige Zukunft des Vereins bleibt der Campus in Monheim entscheidend. Ohne ihn droht Leverkusen in der Nachwuchsförderung und betrieblichen Stabilität zurückzufallen. Die Entscheidung über das Projekt hängt nun davon ab, ob die politischen und ökologischen Bedenken ausgeräumt werden können.

Quelle