Lehrergehälter: Bis zu 725 Euro Unterschied zwischen den Bundesländern
Lehrergehälter in Deutschland unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich – ein Ergebnis der föderalen Bildungsverwaltung, die Ländersache ist und nicht bundesweit geregelt wird. Die Differenz zwischen den höchsten und niedrigsten Verdiensten kann mehrere hundert Euro pro Monat betragen.
Im Jahr 2026 wird Schleswig-Holstein mit einem durchschnittlichen Lehrergehalt von 56.000 Euro jährlich die Rangliste anführen. Es folgen Rheinland-Pfalz mit 54.000 Euro sowie Hamburg mit 49.200 Euro.
Am unteren Ende der Skala liegt Mecklenburg-Vorpommern, wo Lehrkräfte im Schnitt 47.400 Euro pro Jahr erhalten. Auch Thüringen und Sachsen-Anhalt gehören zu den Schlusslichtern mit Gehältern von 48.400 Euro bzw. 49.200 Euro. Der Unterschied zwischen den Spitzenverdienern und den am schlechtesten bezahlten Lehrkräften beträgt damit rund 8.700 Euro brutto im Jahr – oder etwa 725 Euro monatlich.
Diese Ungleichheiten spiegeln teilweise die historischen Unterschiede aus dem Bildungssystem der ehemaligen DDR wider. Ostdeutsche Bundesländer zahlen oft weniger als ihre westdeutschen Pendants, was auf langjährige strukturelle Disparitäten zurückzuführen ist.
Die variierenden Gehälter verdeutlichen, wie stark die landesweite Kontrolle über Bildungsfinanzierung die Einkommen von Lehrkräften prägt. Mit Verdiensten zwischen 47.400 und 56.000 Euro kann die finanzielle Differenz die Lebenssituation von Lehrern in Deutschland spürbar beeinflussen. Die Gehaltskluft bleibt damit eine zentrale Herausforderung im dezentralen Schulsystem des Landes.






